Projekt ASGi ausführlich

PROGRAMMSYSTEM ASGI

   
     

(Ein Gemeinschaftsprojekt der Universität der Bundeswehr München und des Bayerischen Landesamts für Wasserwirtschaft München)

 

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und
vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen
Förderungszeitraum: 1993-1997

Projektbearbeiter:
Dr.-Ing. Carsten Jasper (UniBwM)
Dr. Peter Braun (LfW)

 
 
Die ASGi-Version 4.0 (2004) ist am Lehrstuhl für Wasserwirtschaft und Ressourcenschutz vorhanden und wird fortlaufend weiterentwickelt.
     
Das Programmsystem ASGi (Abfluss und Stofftransport - integrierte Modellierung unter Nutzung von Geoinformationssystemen) dient der rechnergestützten Simulation des Abflussgeschehens und Stoffaustrages in einem Flusseinzugsgebiet.
Als Eingangsgrößen werden eine Reihe meteorologischer Größen, deren wichtigste der Niederschlag ist, benötigt.
Der Niederschlag wird durch die flächendetaillierte Erfassung der für den Abflussbildungsprozeß bedeutsamen Parameter (z.B. Landnutzung, Topographie, Bodeneigenschaften) mittels des Modells in Komponenten des Gebietswasserhaushaltes transformiert.
Das Modell überstreicht dabei einen Skalenbereich von ca. zehn bis einigen tausend Quadratkilometern Einzugsgebietsgröße.
  Das Modell ASGi ist so konzipiert, dass es den aktuellen Wissenstand über die Prozesse enthält, die die Dynamik des Gebietswasserhaushaltes bestimmen. Damit kann auf simulativem Wege das komplexe Beziehungsgeflecht bei der Transformation von Niederschlag in Abfluss flächendetailliert verfolgt werden. Das Modell kann auch zur Simulation von Auswirkungen etwaiger Klimaänderungen auf den Wasserhaushalt herangezogen werden.
     
(Darstellung raumbezogener Daten am Beispiel der VILS/Oberpfalz)
 
(Optionen zur Darstellung und Auswertung von Zeitreihen unterschiedlicher Herkunft)
     
Die Erfassung, Speicherung und Visualisierung der flächenhaften Informationen erfolgt weitgehend durch Nutzung des GIS-Systems GRASS(Public Domain GIS), wobei auch modernste Methoden der Datengewinnung genutzt werden (z.B. Daten aus Satellitenaufnahmen).
Das Modell arbeitet in verschiedenen, frei wählbaren Modi. Es sind Langzeitsimulationen der Wasserhaushaltskomponenten, aktuelle Hochwasserberechnungen und ereignisbezogene Stoffausträge (Phosphor und Stickstoff) aus Einzugsgebieten simulierbar.

Technische Parameter, wie z.B. die Maschen-weite des räumlichen Rasters, sind in weitem Umfang wählbar. Die berechneten Größen des
Gebietswasserhaushaltes, wie z.B. Oberflächenabfluss, Verdunstung, Zwischenabfluss und Grundwasserneubildung werden flächendetailliert in Rasterformat ausgegeben.

 

Angesichts der Komplexität der abgebildeten Prozesse, die sich in einem komplizierten Wechselspiel der integrierten Prozessmodule widerspiegelt, sollte das Modell allerdings nur von einem erfahrenen bzw. hinreichend geschulten Nutzer betrieben werden. Die rein programmtechnische Handhabung des Systems ist dank der umfangreichen Hilfsfunktionen und Plausibilitätskontrollen sehr benutzerfreundlich.

Bezüglich der Entwicklung und Anwendung von ASGi besteht eine Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Umweltmanagement und Wasserwesen (UWM).

Download > ASGi ausführliche Projektbeschreibung