Zustandsg

Zustandsgrenzen

Bestimmung der Fließgrenze, Ausrollgrenze und der Schrumpfgrenze nach DIN 18122-1 und DIN 18122-2


Anwendung

Die Zustandsgrenzen sind ein Maß für die Bildsamkeit des Bodens und für seine Empfindlichkeit gegenüber Änderungen des Wassergehaltes. Sie geben in Verbindung mit dem jeweiligen Wassergehalt  Aufschluss über die Zustandsform des bindigen Bodens also dessen Festigkeit. Die Zustandsgrenzen werden zur Einteilung der bindigen Böden in Gruppen verwendet (DIN 18196).

Definition

Die Konsistenz von bindigen Böden hängt hauptsächlich vom Wassergehalt ab.  Zustandsgrenzen sind definierte Grenzen am Übergang von der flüssigen in die plastische (Fließgrenze), von der plastischen in die halbfeste (Ausrollgrenze) bzw. von der halbfesten in die feste Zustandsform (Schrumpfgrenze). Die plastische Zustandsform wird weiter unterteilt in die Zustandsformen breiig, weich und steif.

Durchführung

Die Fließgrenze wird mit dem Fließgrenzengerät nach Casagrande bestimmt. Der aufbereitete Boden wird mit Hilfe einer Spatel in die Messingschale des Gerätes mit maximal 10 mm Dicke eingestrichen. Mit dem Furchenzieher wird senkrecht zur Schale eine Furche bis auf den Grund der Schale gezogen. Die Fließgrenze ist erreicht, wenn sich die Furche auf einer Länge von 10 mm nach 25 Schlägen schließt. Der Zustand der Ausrollgrenze liegt vor, wenn der Boden nach dem Ausrollen auf 3 mm Dicke zu bröckeln beginnt. Bei der Ermittlung der Schrumpfgrenze wird der Boden in eine Ringform eingestrichen und getrocknet. Der Boden hat den Zustand der Schrumpfgrenze, wenn der Boden bei weiterer Trocknung volumenkonstant bleibt.

Geräte

Fließgrenzengerät nach Casagrande, Furchenzieher, Spatel, Trockenofen, Filterpapier, Exsikkator, Waage,
Fliessg

Fließgrenzengerät

Ausrollg

Ausrollgrenze

Schrumpf

Ringformen für Schrumpfgrenze