Informationssysteme

Entwicklung eines gekoppelten Informations- und Simulationssystems zur Frühwarnung bei Hangrutschungen



Die zentralen Komponenten von Frühwarnsystemen bestehen aus der Erkennung der Bedrohung, der Gefahrenbewertung, der Weitergabe der Warnung sowie der Einleitung von Maßnahmen zum Schutz von Leben und Gütern. Für eine zuverlässige Warnung müssen bereits vorliegende Daten so aufbereitet werden, dass sie als Grundlage für eine Warnentscheidung dienen können. Im Verbundprojekt „Entwicklung geeigneter Informationssysteme für Frühwarnsysteme“ im Rahmen des BMBF-Sonderprogrammes GEOTECHNOLOGIEN wurden Komponenten eines Informationssystems zur Früherkennung geologischer Ereignisse am Beispiel gravitativer Massenbewegungen entwickelt. Diese schließen insbesondere die Kombination numerischer Berechnungen mit Geoinformationssystemen, Spatial Data Mining Verfahren, Anwendung liguisitischer Methoden und Verwaltung der Informationen in einer Geodatenbank ein.


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Abbildung: Systemarchitektur für Frühwarnsysteme


Im Rahmen des Teilprojektes „Entwicklung eines gekoppelten Informations- und Simulationssystems“ an der Universität der Bundeswehr München wurde in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Geoinformatik (AGIS) ein Konzept zur Kopplung von drei-dimensionalen numerischen Berechnungen und geographischen Informationssystemen entwickelt. Basierend auf bereits vorhandenen Messdaten sowie fiktiver exogener Szenarien können damit Aussagen über das zukünftige Systemverhalten eines Hanges gemacht und potentielle Bedrohungen beschrieben werden. Die entwickelten Komponenten wurden in einem Prototyp umgesetzt.