Über die Betonkanuregatta

Eine technische und sportliche Herausforderung

Eine Betonkanu-Regatta ist eine Mischung aus Beton- und Bootsbautechnik, sportlichem Wettkampf und vor allem viel Spaß. Die Teilnehmer kommen aus berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Hochschulen und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird. Im Wettbewerb ist eine komplexe Aufgabe zu lösen, nämlich die Festigkeit und Wasserdichtheit der Baustoffe so in der Kanukonstruktion zu nutzen, dass leichte und gleichzeitig robuste Kanus entstehen. Und dann gilt es noch, mit diesem Kanu das Rennen zu gewinnen.

Prämiert werden dabei nicht nur die sportlichen Höchstleistungen, sondern auch Kreativität bei der Gestaltung der Boote und besonders originelle Mannschaftsauftritte. Denn bei Entwurf, Bau, Transport und Rennen sind Phantasie, Engagement und vor allem auch Teamwork gefragt. In einem Betonkanu-Projekt sammeln die Akteure also nicht nur wertvolle praktische Erfahrungen mit dem Baustoff Beton, sondern lernen, ein Projekt im Team zu realisieren - verantwortlich Teilaufgaben zu übernehmen, zu koordinieren, abzustimmen und alle Einzelergebnisse zu einem Gesamtwerk zusammenzufügen.

Die Idee einer Betonkanu-Regatta stammt ursprünglich aus den USA und wurde in Deutschland vom Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V. initiiert. Im Juni 2005 fand die Betonkanuregatta bereits zum zehnten Mal statt, über 700 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus Frankreich und der Schweiz fuhren auf dem Neckar in Heidelberg um die Wette.

                    


Warum ein Kanu aus Beton?

Der Bau des ersten modernen Betonkanus reicht in die Jahre 1968/69 zurück. Es kam in den USA als schwere Ferrocement-Konstruktion (Feinbeton mit Maschendrahtbewehrung) mit 180 kg Gewicht "zur Welt”

Ein zweiter wichtiger Aspekt kommt hinzu: Der Bau eines Betonkanus ist auf der fachlichen wie der organisatorischen Seite Teamarbeit, wie sie heute nicht nur in technischen Berufen gefordert wird. Die verantwortliche Übernahme von Teilaufgaben, ihre Koordination und Abstimmung und das Zusammenfügen aller Einzelergebnisse zum Gesamtwerk ist eine hoch einzuschätzende Erfahrung. Dieser positive Lerneffekt war bei allen Betonkanu-Wettbewerben seit 1986 zu spüren und mitzuerleben.