History

Geoscientific Spitsbergen-Expedition (SPE) 1990-1992

General Informations about Spitsbergen

 


History

(only in German)
 

 
Spitzbergen wurde erstmals 1194 von den Wikingern entdeckt und Svalbard (= "kalte Küste") genannt. Danach geriet es für 400 Jahre wieder in Vergessenheit bis der Holländer Willem Barents 1596 den Archipel erneut entdeckte und ihm den Namen Spitzbergen gab. 1611 kamen holländische und englische Wal- und Robbenfänger hier her, denen Russen und Norweger folgten. Aus dieser Zeit (1625) stammt auch die erste genaue Küsten- und Fjordkarte Spitzbergens (siehe unten), die im Auftrag der englischen Muscovy Company hergestellt wurde. Aus dem Jahr 1630 ist die erste Überwinterung auf Spitzbergen von englischen Pelztierjägern überliefert. 1648 gründeten die Holländer auf der Insel Amsterdamøya die Siedlung Smeerenburg, um die Wale gleich hier im Fanggebiet zu zerlegen. Dadurch wurden die langen Rückwege nach Europa eingespart und die Fangschiffe konnten gleich wieder auf Jagd gehen. Somit war es kein Wunder, dass die Gewässer um Spitzbergen bald kaum noch Wale enthielten, und so wurde nach nicht einmal 50 Jahren die Siedlung wieder aufgegeben. Spitzbergen war wirtschaftlich uninteressant geworden und verlor das Interesse der Europäer. Museum
 
Svalbard-Museum
in Longyearbyen
© 1991 Kleim

Ab 1822 sind ständige Überwinterungen vor allem von Pelztierjägern überliefert. Das Desinteresse änderte sich mit der Entdeckung von Steinkohlevorkommen. Dies entfachte aber auch einen Streit darüber, wem das Land gehöre. 1906 gründete der Amerikaner John Munro Longyear das erste Kohlenbergwerk auf Spitzbergen, dem 1910 das russische Pyramiden und 1912 das holländische Barentsburg sowie das schwedische Svea folgten. Aus finanziellen Gründen verkaufte Longyear 1916 seine Grube an Norwegen und 1920 zog sich Holland mit dem Verkauf von Barentsburg an die Russen von Spitzbergen zurück. In den zwanziger Jahren verließen auch die Schweden die Inselgruppe und überließen ihre Grube in Svea den Norwegern.

In den "Pariser Vorortverträgen von Sèvres" wurde Spitzbergen 1920 gegen den Widerspruch der Sowjetunion Norwegen zugesprochen und 1925 volles norwegisches Hoheitsgebiet. Die Nutzung der Kohlevorkommen sowie Jagd und Fischerei wurde aber allen Unterzeichnerstaaten zugestanden, wovon jedoch nur die Sowjetunion Gebrauch machte. 1928 gründete Norwegen das "Norges Svalbard og Ishavsundersøkelser", aus dem das heutige "Norsk Polar Institutt" hervorgegangen ist.

Während des Zweiten Weltkrieges unterhielten sowohl das Deutsche Reich als auch die Alliierten Wetterstationen auf Spitzbergen. 1941 besetzten die Briten die Inselgruppe. 1943 legten die deutschen Schlachtschiffe "Scharnhorst" und "Tirpitz" Longyearbyen in Schutt und Asche. Der durch eine dabei in Brand geschossene Schachtanlage entstandene Schwelbrand konnte erst 1963 erstickt werden.

Nach dem Krieg wurde der Kohlenabbau 1946 wieder aufgenommen. 1962 wurde nach einem schweren Unglück die Grube in Ny Ålesund geschlossen. Eine Probebohrung nach Erdöl wurde 1966 in 3.800 m Tiefe erfolglos aufgegeben. Der 1975 eröffnete Flughafen in Longyearbyen war der Startschuss für einen neuen Wirtschaftszweig: den Tourismus. Dagegen ging das Grubensterben weiter: Mitte der achtziger Jahre Grumantbyen und 1988 Svea, obwohl diese Grube 1982 erst vollständig und aufwendig renoviert worden war.
 

 
Year           Historical Events

1194

1596

1625

1630

1648

1822

1906


1912

1916

1920

1925

1928


1941

1943

1946

1962

1966

1975

1988
 
Discovery by Vikings (Svalbard)

Rediscovery by Willem Barents [approx. 1550-1597]

First accurate coast and fjord map of Spitsbergen (see below)

First traditional hibernation of English furred animal huntsmen

Foundation of Smeerenburg on Amsterdam Island by Dutchmen

Beginning of permanent hibernations

Construction of the first coal mine by the American John Munro Longyear [1850-1922] in Longyearbyen

Foundation of Barentsburg

Sale of the mine in Longyearbyen to Norway

Contract of Sèvres (Paris): Spitsbergen is adjudicated to Norway

Spitsbergen becomes Norwegian sovereign territory

Foundation of the "Norges Svalbard og Ishavnundersøkelser"
(today: Norwegian Polar Institute)

Occupation by Great Britain

Longyearbyen is burned down by German forces

Reconnection of the coal digging after the Second World War

Closing of the mine in Ny Ålesund

Boring to petroleum until a depth of 3,800 metres is bootless

Opening of the airport in Longyearbyen

Closing of the mine in Svea
 

 
Map 1625
 
Map of Spitsbergen from 1625, produced by order of the English Muscovy Company
(Source: http://320015481561-0001.bei.t-online.de/ [this link exists no longer])
 


 
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In cooperation with the Norwegian Polar Institute (NPI), supported by the Alfred-Wegener-Institute for Polar and Marine Research (AWI) and sponsored by the German Research Foundation (DFG) and the Swiss National Science Foundation (SNSF)