Finite-Elemente-Programmsystem für Stabtragwerke

Finite-Elemente-Programmsystem für Stabtragwerke

Stabwerksberechnung

Das Stabwerksprogramm des Instituts für Mathematik und Bauinformatik unterscheidet sich in folgenden Punkten von gängigen Stabwerksprogrammen:

  • Das Programm beruht auf der Timoshenko-Theorie des Balkens, schließt also die Schubverformungen mit ein.
  • Jeder einzelne Balken des Stabtragwerkes wird durch finite Elemente höherer Ordnung diskretisiert, so daß auch elastisch gebettete Balken (Winkler-Modell), gekrümmte Balken, materiell oder geometrisch nichtlineare Balken (z.B. Theorie 2. Ordnung) oder Balken, die als Versteifungsträger an eine Platte oder Scheibe angeschlossen sind, mit einem einzigen, einheitlichen Element gerechnet werden können.
  • Somit sind auch Effekte wie "Ausschaltung einer Bettung auf Zug", Kopplung von materieller und geometrischer Nichtlinearität usw. verfügbar.
  • Der Benutzer gibt nicht die finiten Elemente, sondern ein "Konstruktionsmodell" ein. Wo nötig, werden die eingegebenen Stäbe automatisch in kleinere Teile zerlegt, um beispielsweise Knoten für Anschlüsse, Teilstreckenlasten und dergleichen zu berücksichtigen.
  • Das Programm ist über eine ActiveX-Programmierschnittstelle voll fernsteuerbar und kann somit als "Analyse-Server" in spezialisierte Anwendungen (z.B. Nachweise eines Dachstuhls, Untersuchung von Durchlaufträgern, ...) eingebaut werden. Auch Parameterstudien können vollautomatisch durchgeführt werden. Alle Funktionen, die über die graphische Benutzungsoberfläche verfügbar sind, stehen auch als "Dienstleistungen" in der Programmierschnittstelle zur Verfügung.