Heft 40

Schriftenreihe des Studiengangs Geodäsie und Geoinformation
der Universität der Bundeswehr München

 


 

  • Inhalt
  • Zusammenfassung
  • Bestellung

 


 

Heft 40

Ländliche Kulturgeschichte und Landentwicklung

Autor: G. Oberholzer

Universität der Bundeswehr München, Neubiberg, 1989
214 Seiten

 


 

Inhalt

Vorwort

Einleitung und Vorstellung der Beispiele

  • Erstes Beispiel: der Resenhof in Bernau
  • Zweites Beispiel: das Heimatmuseum Görwihl
  • Drittes Beispiel: das Dorfmuseum Hausen im Wiesental
  • Viertes Beispiel, für das noch ein Museum gesucht wird
  • Vom Kreten zum Allgemeinen

Themenbereich der ländlichen Kulturgeschichte anhand von Beispielen

  • Der Resenhof in Bernau
    • Führer durch das Museum
    • Ergänzende Aufsätze
  • Das Heimatmuseum Görwihl
  • Das Dorfmuseum in Hausen im Wiesental
  • Die Seidenraupenzucht, ein vergessener Erwerbszweig in unserem Land

Kulturgeschichtliche Sachgebiete des ländlichen Raumes

  • Agrargeschichte
  • Forstgeschichte
  • Flurgeschichte
  • Siedlungs- und Baugeschichte
  • Volkskunde (Alltagsgeschichte)
  • Geschichte des dörflichen Handwerks
  • Wirtschafts- und Technikgeschichte
  • Sozialgeschichte
  • Literatur- und Kunstgeschichte

Formen und Methodik kulturhistorischer Darstellung

  • Didaktische Aufbereitung
  • Organisation
  • Museumsverbund

Sozio-kulturelle Wirkungen

  • Wirkungen für die Dorfbewohner
  • Wirkungen für die Fremden
  • Die Idee des Ökomuseums
  • Ländliche Kulturgeschichte als ständige Aufgabe

Zusammenfassung und Schluß

 


 

Zusammenfassung und Schluß

Aufgrund einer langjährigen Mitbetreuung ländlicher Museen hat der Verfasser versucht, eine gewisse Bilanz zu ziehen, wie ländliche Kulturgeschichte und Landentwicklung sich gegenseitig berühren können. Um nicht nur abstrakte Gedanken darzulegen, wurde der Themenkreis anhand von Beispielen konkretisiert; dabei sind inhaltliche Schwerpunkte des Schwarzwaldhaus- und Holzschneflermuseums Bernau, des Heimatmuseums Görwihl auf dem Hotzenwald und des Dorfmuseums Hausen im Wiesental, alle im südlichen Schwarzwald gelegen, beschrieben worden. Es sollte dabei aufgezeigt werden, welche Vielfalt kulturgeschichtlicher Beziehungen bestehen kann, die auch den heutigen Menschen, sowohl den Dorfbewohner wie auch den Dorfbesucher aus der Stadt, anregt, zum Nachdenken zwingt und in ihm ein Bewußtsein unserer geschichtlichen Wurzeln bewirkt.

Während materielle Interessen bein den Maßnahmen der Landentwicklung meist mit Nachdruck von den Betroffenen vertreten werden, gelangen immaterielle Werte allzugerne in den Hintergrund, zum Teil auch, weil die mit ihrer Interessenwahrnehmung betrauten Behörden personell und finanziell überfordert sind. Die Flurbereinigungsbehörde, die alle Interessen abzuwägen und heute einen integralen Planungsauftrag für den ländlichen Raum wahrzunehmen hat, steht dabei in der Verantwortung, auch das kulturgeschichtliche Erbe gebührend zu berücksichtigen und gegebenenfalls mitzuwirken, es für die Nachwelt zu erhalten.

Nach der Behandlung der Beispiele werden kulturgeschichtliche Sachgebiete des ländlichen Raumes im einzelnen aufgeführt und ihre Berührungspunkte mit der Landentwicklung skizziert. Die Angabe wichtiger Literatur ermöglicht ein weiteres Vertiefen.

Die Vermittlung zwischen kulturgeschichtlichem Objekt und erkennendem Subjekt, dem Menschen, ist ein besonderes Gebiet, das im ländlichen Museum oft stiefmütterlich behandelt wird. Der didaktischen Aufbereitung und den Formen kulturgeschichtlicher Präsentation sind deshalb ein besonderes Kapitel gewidmet.

Das Bewußtsein einer gewissen kulturellen Selbständigkeit des Dorfes ist in den letzten Jahren gewachsen; das ist auch an einem zunehmenden Interesse der Dorfbewohner zu spüren. Deshalb wurden die sozio-kulturellen Wirkungen eigener kulturgeschichtlicher Institutionen im Ort, insbesondere eines Museums, hervorgehoben und ihr Einfluß auf das dörfliche Selbstverständnis aufgezeigt.

Ländliche Kulturgeschichte zu pflegen, ist eine ständige Aufgabe. Die Landentwicklung kann dabei wertvolle Anstöße geben; sie muß jedoch beachten, daß das langfristige örtliche Interesse letztendlich von entscheidender Bedeutung ist.

Anregungen zu geben für alle, die in der Landentwicklung tätig sind, langjährige Erfahrungen im Umgang mit dörflicher Kultur zusammenzufassen, aufmerksam zu machen auf die im ländlichen Raum noch verhältnismäßig stark vertretenen traditionellen Elemente - das waren die Beweggründe, ländliche Kulturgeschichte und Landentwicklung, sowohl im konkreten wie auch im speziellen, einmal geistig zusammenzubinden und ihr gegenseitiges Verhältnis zu beleuchten!

 


 
 

Schriftenreihe