Bernhard Gehrmann

Seit Ende 2015 bin ich als Inspektionschef an der Fachschule des Heeres für Bautechnik in Ingolstadt eingesetzt, und dort für die berufliche Ausbildung der Unteroffizier- und Feldwebelanwärter/-innen im Bereich des Beton- und Stahlbetonbaus verantwortlich. Zusammen mit meinen Hörsaalleitern und Ausbildungsfeldwebeln schaffen wir innerhalb von 21 Monaten die fachlichen Voraussetzungen für das Absolvieren der Gesellenprüfung vor der Industrie und Handelskammer. Neben Unterrichten in Mathematik, Baukonstruktion, Betonfachkunde, Schalungstechnik und einigen mehr, liegt bei der Ausbildung der Fokus natürlich auf der Praxis: Schalen, Betonieren, Mauern – das alles will gelernt sein. Denn egal ob Fertigteil oder Ortbeton: Der Teufel steckt im Detail. Dazu wird sowohl in der Lehrwerkstatt als auch auf Baustellen und in zivilen Firmen-Praktika das nötige Handwerkszeug vermittelt.

Meine ganze Laufbahn über war mein Studium von enormem Nutzen: Analytisches Vorgehen, Projektmanagement aber auch Selbstorganisation sind als Offizier unabdingbare Grundlagen. Darüber hinaus war ich in der Pioniertruppe immer wieder als Bau- oder Projektleiter bei verschiedenen Baumaßnahmen eingesetzt. Die Palette reicht dabei vom Aufnahmezentrum für 5000 Flüchtlinge bis hin zum Stahlbeton-ISO-Container. Das alles wäre ohne das technische Know-How aus dem Bauingenieurstudium nicht möglich gewesen.