Fachbereichsleiter? Kannte ich nicht!

April 2016: Als Student hatte Major Eduard Eberl wenig Kontakt zu seinen militärischen Vorgesetzten. Heute leitet er selbst den Studierendenfachbereich B.
Fachbereichsleiter? Kannte ich nicht!

Als Berufsoffizier an der Uni: Major Eberl

Die Studienzeit auf dem Neubiberger Campus hat er in bester Erinnerung: Die „Stubennachbarn“, mit denen er viel Zeit verbrachte, Spiele am PC oder Volleyballmatche vor Gebäude 16. Aber das Studieren selbst, das war eher nicht so sein Ding, gibt Major Eduard Eberl im Rückblick unumwunden zu. Gerade der Beginn seines Maschinenbaustudiums, das er von 1993 bis 1997 an der Universität der Bundeswehr München absolvierte, war mehr „Leid als Freud“. Beinahe rasselte er durchs Vordiplom, bevor er – gerade noch rechtzeitig – kapierte, dass er nur mit Studium Berufsoffizier werden konnte. Erst die Vertiefungsrichtung „Waffentechnik“ weckte sein Interesse, das vor allem der Panzertechnik galt.

Nach dem Studium bildete er als Kompanieführer beim Panzerbataillon 104 Unteroffiziere am Kampfpanzer aus. „Das war traumhaft“, sagt er heute. Trotzdem verabschiedete er sich 2005 von der Panzertruppe und wechselte in die Laufbahn als IT-Offizier. Die Liebe zu den Computern hatte er an der Uni entdeckt, und in der IT sah er mehr berufliche Zukunftsperspektiven.

Doch ein privater Schicksalsschlag ließ die Karriere vor zehn Jahren jäh in den Hintergrund rücken: Seine Frau erkrankte schwer. Entscheidend ist jetzt vor allem eine stabile Umgebung, in der die Pflege seiner Frau und die Betreuung des gemeinsamen Sohnes gewährleistet sind. Eberl blieb zunächst am Zentrum für Transformation in Ottobrunn. 2013 wechselte er ans Rechenzentrum der Universität der Bundeswehr München, wo er sich u.a. um die bundeswehrspezifischen IT-Programme kümmerte. Als ihm im vergangenen Jahr die Stelle als Leiter des Studierendenfachbereichs B angeboten wurde, nahm er sie „mit Kusshand“ an. Zwar hat er jetzt nicht mehr so viel mit seinen zwei großen Leidenschaften – Panzern und IT – zu tun, aber er ist sehr glücklich, viel mit Menschen zusammenzuarbeiten. Einen großen Unterschied zwischen sich selbst als Student und der heutigen Studierendengeneration erkennt er nicht. „Natürlich kriege ich aber auch nicht jede Party mit“, weiß er. Dafür ist er in seiner Position dann doch zu weit entfernt vom einzelnen Studenten. Und das war früher genauso: „Wer zu meiner Studienzeit mein Studentenfachbereichsleiter war? Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern.“

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