Prominenz auf dem Campus

Prominenz auf dem Campus

Die Universität der Bundeswehr München feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Eine Artikelserie stellt ausgewählte Meilensteine aus der Geschichte dieser Neubiberger Institution vor und informiert über geplante Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Der fünfte und letzte Teil der Serie beschäftigt sich mit prominenten Besuchern auf dem Campus.
Im Jubiläumsjahr 2013 war auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München einiges geboten und zahlreiche Gäste reisten von Nah und Fern zu den Veranstaltungen an. Allein zum Festakt und Beförderungsappell am 21. Juni beehrten ein Bundesminister (Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière), ein Landesminister (Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch) sowie zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete die Universität. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Universität häufig prominente Besucher auf dem Campus begrüßt – und zwar nicht nur aus der Politik, sondern aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens.R

Royale Besucher

Einer der Höhepunkte in der Geschichte der Universität ist der Besuch des britischen Prinzenpaares Prince Charles und Lady Diana am 5. November 1987. Es war der erste britische royale Staatsbesuch einer deutschen militärischen Einrichtung seit Ende des Zweiten Weltkriegs, entsprechend groß war das mediale Interesse: Rund 200 Fotografen begleiteten das Thronfolgerpaar beim Rundgang über den Campus und dem Mittagessen in der Mensa. Besuche von Vertretern des Bayerischen Königshauses Wittelsbach gestalten sich dagegen weniger spektakulär. Seine Königliche Hoheit Leopold Prinz von Bayern ist der Universität seit Jahren sehr verbunden, v.a. über sein Engagement für den Sport. So war er etwa als Zuschauer bei internationalen Meisterschaften des Militärischen Fünfkampfs dabei oder beglückwünschte als Ehrengast die jungen Teilnehmer des Sportcamps der Universität.

Aus der Welt des Sports

Als Standort einer Sportfördergruppe der Bundeswehr gehörten Besuche von Größen aus der Welt des Sports lange zum Alltag an der Universität der Bundeswehr München. Regelmäßige Gäste waren zum Beispiel der Gewichtheber Manfred Nerlinger, erfolgreicher Medaillensammler bei Olympia und Weltmeisterschaften, und die Sportschützin und mehrfache Weltmeisterin Sonja Pfeilschifter, die zeitweise auch auf dem Campus trainierten. Mitglieder der Neubiberger Sportfördergruppe waren aber auch Fußballprofis, beispielsweise 2010 der Fußballer Andreas Ottl (heute FC Augsburg). Der weltbekannte Ex-Nationaltorhüter Sepp Maier besuchte 1983 die Universität – und zwar ausgerechnet, um Tennis zu spielen! Maier weihte gemeinsam mit Vertretern der Universität und der Bundeswehr die vom Sportförderverein finanzierten Tennisplätze ein. Maier bewies auch auf dieser Veranstaltung seinen Sinn für Humor, für den er schon während seiner Karriere bekannt war: Einen Aufschlag schlug er unter dem Beifall der Gäste von unten durch die Beine ins gegnerische Feld.

Bundespräsidenten – aktuelle, ehemalige und auch künftige

Der letzte Besuch eines Staatsoberhaupts an der Universität der Bundeswehr München liegt über 20 Jahre zurück. Am 13. Oktober 1989 folgte Bundespräsident Richard von Weizsäcker der Einladung zu einem wissenschaftlichen Symposiums zur europäischen Sicherheitspolitik an der Universität. In seiner Ansprache sagte er: „Noch vor wenigen Jahren hätte sich niemand in Ost oder West ein so intensives gemeinsames Arbeitsgespräch vorstellen können. Ihre Tagung ist ein wichtiger praktischer Beweis für Entspannung.“  Weniger als einen Monat später fiel die Berliner Mauer. Einige Bundespräsidenten besuchten auch erst nach ihrer Amtszeit den Campus, so etwa Roman Herzog. Im Audimax herrschte reger Andrang, als er am 12. Oktober 2011 über „Auswirkungen der Globalisierung auf Europa“ referierte. Volles Haus verzeichnete die Universität auch anlässlich des Neujahrsempfangs der Hochschulgemeinden am 19. Januar 2011. Der Festredner? Ein gewisser Dr. Joachim Gauck – der hatte allerdings ein halbes Jahr zuvor die Abstimmung in der Bundesversammlung gegen Christian Wulff verloren, kam also „nur“ als Pastor und Autor. Er sprach über sein Lieblingsthema „Freiheit und Verantwortung“ und gab sich ganz bürgernah, signierte Bücher und blieb zum Sektempfang. Im März 2012 wurde er dann ja doch noch Bundespräsident. Die Universität würde sich freuen, wenn er auch als Amtsinhaber noch einmal zu Besuch käme.
 

Sepp Maier, Lady Di, Joachim Gauck - sie alle besuchten den Campus