Feste feiern

Feste feiern!

Am 21. Juni 2013 beging die Universität der Bundeswehr München ihr 40-jähriges Jubiläum mit einem feierlichen Festakt. Minister und Militärs, Wissenschaftler und Lokalpolitiker und natürlich viele Angehörige der Sitzgemeinde Neubiberg und der Universität feierten mit. In den vergangenen 40 Jahren war der Campus oft ein Ort für Feste und Empfänge. Ob der Besuch eines Prinzenpaares, der Vortrag eines prominenten Politikers oder ein Tag der offenen Tür für die ganze Bevölkerung, die Universität ist gerne Gastgeber. Und natürlich hat sie auch Übung darin, ihren Geburtstag zu feiern.

1983: Stolz auf das 10 Jahre alte Kind

Am 2. Dezember 1983 fand eine akademische Feierstunde „anläßlich des 10jährigen Bestehens der Hochschule der Bundeswehr München“ statt. Der Präsident Prof. Rudolf Wienecke zog bei der Feier eine positive Bilanz des ersten Jahrzehnts, blickte aber auch in die Zukunft: „Vor uns liegt nun das zweite Jahrzehnt unseres Lebens. Was wird es uns bringen? Sicher wird man sagen, daß dies ‚Kind‘ noch viel Zuwendung braucht. Es ist bei weitem nicht ausgewachsen.“ Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Manfred Wörner griff in seiner Rede das Bild von der Hochschule als einem „Kind“ auf. „Sie können sicher sein, lieber Herr Wienecke, auch ich halte das Kind für ein schönes, ein in Grenzen gutes Kind, und das einzige, was ich bedaure, ist, daß ich an der Zeugung nicht beteiligt war.“ Prof. Hans Maier, Bayerischer Kultusminister, überbrachte persönlich die Glückwünsche des Freistaats: „Ich glaube, es besteht für alle Beteiligten berechtigter Anlaß, mit Freude und einigem Stolz auf die Entwicklung der Hochschule in den ersten 10 Jahren zurückzublicken.“ Den Festvortrag dieser Feierstunde hielt Prof. Reimar Lüst, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, über „Extraterrestrische Astronomie“.

Am Tag nach der Feierstunde für geladene Gäste veranstaltete die Hochschule einen „Tag der offenen Tür“ für die allgemeine Öffentlichkeit. Nach Angaben des Hochschul-Kuriers, der Zeitschrift der Hochschule, die im Jahr 1983 erstmals herausgegeben wurde, nutzten rund 8.000 Besucher die Möglichkeit, den Campus zu besichtigen. „Besonderes Interesse fanden vor allem bei der Jugend die technischen Einrichtungen in den Laboren und im Rechenzentrum.“

1993: 20 Jahre in Film und Festschrift

Die 20-Jahr-Feier im Jahr 1993 gestaltete sich ein wenig anders. Das 20-jährige Bestehen der Universität wurde nicht nur in einem zentralen Festakt gefeiert, sondern es fand neben einem Tag der offenen Tür am 6. November eine Vielzahl von Einzelaktionen statt, die Fakultäten, Institute und Einrichtungen organisierten. Zu den Veranstaltungen und Projekten gehörten beispielsweise:
• Ein Film der Medienpädagogik und des Medienzentrums zu 20 Jahren Universität der Bundeswehr München mit dem Titel „Studium im Trimestertakt“
• Demonstrationen in der Ausstellungs-Messkuppel des Instituts für Astronomische und Physikalische Geodäsie
• Ein festliches Kolloquium der Fakultät für Informatik am 15. Oktober mit musikalischem Ausklang durch „Piano Paul“
• Eine ganztägige Vortragsveranstaltung des Instituts für Wasserwesen am 21. Oktober
• Ein Tag der Fakultät für Elektrotechnik am 22. Oktober mit etwa 100 Gästen
• Ein Symposium zum Thema „Fremdenfeindlichkeit und Gewalt in Deutschland“ der Fakultät für Pädagogik am 6. und 7. Dezember
• Ein Sonderheft des Hochschulkuriers „20 Jahre Universität der Bundeswehr München“, in dem sich alle Fakultäten und Fachbereiche vorstellten

1998: Ein Vierteljahrhundert – wir feiern in der Philharmonie

Als die Universität ein Vierteljahrhundert alt wurde, lud sie zu ihrer alljährlichen Feierstunde, dem Dies academicus, mal nicht in einen Uni-Hörsaal auf dem Neubiberger Campus, sondern in die Münchner Philharmonie ein. Die Verlegung nach München war Baumaßnahmen am Audimax geschuldet. „Der Not gehorchend, aber auch einer Neigung folgend, feiern wir deshalb das 25jährige Bestehen der Universität der Bundeswehr München in der Philharmonie am Gasteig, und hoffen, damit die Bedeutung der Universität augenfällig zu zeigen“, so der Präsident Prof. Hans Georg Lößl in seiner Ansprache. Mit über 2.000 Gästen war dies der größte Dies academicus in der Geschichte der Universität.

2003: Schlechte Stimmung am 30. Geburtstag

Der 30. Geburtstag der Universität wurde wiederum „daheim“ in Neubiberg, im neuen Audimax begangen. Bei der Veranstaltung am 17. Oktober 2003 schlug der Präsident Prof. Lößl einen kritischen Ton an: „Wie sehen die gegenwärtigen Erwartungen der Universität der Bundeswehr München aus? Wir erwarten weitere Kürzungen von Stellen, von Sachmitteln und von Mitteln für Bauvorhaben. Wir wurden aufgefordert zum 30-jährigen Geburtstag ein großes Fest zu feiern. (…) Ich wüsste allerdings beim besten Willen nicht, was wir gegenwärtig feiern sollen.“ Er legte in seiner Rede anlässlich des Jubiläumsjahrs eine Leistungsbilanz vor, präsentierte etwa die Höhe der eingeworbenen Drittmittel und die Zahl der akademischen Abschlüsse, die in der Zeit des Bestehens der Universität erreicht wurden: Diplome (13.000), Promotionen (1.000) und Habilitationen (52). Der Bundesminister der Verteidigung Peter Struck besuchte die Universität in diesem Jubiläumsjahr im Rahmen des Absolventenforums am 16. Mai. Bei dieser Veranstaltung lobte er, dass die Universitäten der Bundeswehr in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreiche Arbeit geleistet hätten. Die Diplome seien für die Absolventen „kostbare Eintrittskarten für ein chancenreiches Berufsleben“, die Universitäten der Bundeswehr seien daher „unverzichtbar“.

Tag der offenen Tür seit 2004 etabliert

Eine große Veranstaltung für die Öffentlichkeit fand anlässlich des 30-jährigen Jubiläums allerdings nicht statt. Erst im Jahr 2004 wurde mit der Bevölkerung gefeiert. Nach rund zehnjähriger Pause veranstaltete die Universität am 19. Juni 2004 auf dem Campus erstmals wieder einen Tag der offenen Tür. Seitdem hat sich der Tag der offenen Tür im Kalender der Universität – und der umliegenden Gemeinden –etabliert. Er findet nun unter wechselndem Motto alle zwei Jahre statt. Auch im Sommer 2014 wird die Universität wieder Gastgeber für interessierte Bürgerinnen und Bürger sein und spannende Projekte aus Forschung und Lehre vorstellen.

 

 

Tag der offenen Tür 1980

25-Jahr-Feier in der Phiharmonie