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Auf diesen Seiten möchten wir Sie über die mit der Transferstelle verbundenen Tätigkeitsfelder informieren. Diese beinhalten sowohl die wissenschaftliche Analyse des Defence Supply Chain Managements als auch die gemeinsam mit der g.e.b.b. durchgeführten Forschungsprojekte. Bis Ende 2010 waren diese Teil der Projektskizze Logistik. Das 2004 initiierte Programm war Gegenstand eines umfangreichen Modernisierungsprojekts des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) und hatte zum Ziel, die Basislogistik der Bundeswehr grundlegend zu reorganisieren und damit die Voraussetzungen für eine robuste Versorgung der Auslandseinsätze zu schaffen. Seit 2011 sind die gemeinsam durchgeführten Forschungsprojekte Teil des Modernisierungsprojektes "Optimierung der Beschaffung der Bundeswehr". Dieses hat die Entwicklung von zeitgemäßen und dem rechtlichen Rahmen angepassten Methoden zum Ziel, welche die Bundeswehr zu einer wirtschaftlich optimierten und zugleich dauerhaften, bedarfs- und einsatzgerechten Bedarfsdeckung befähigen.

Die Verteidigungspolitik stellt ein fundamentales Element der deutschen Sicherheits- und Außenpolitik dar. Diese zielt auf die Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes der deutschen Bürger und Bürgerinnen ab, deren Umsetzung Art. 87a GG zufolge die Aufstellung von Streitkräften zur Verteidigung bedingt. Die Bundeswehr ist somit ein Instrument deutscher Verteidigungspolitik – Aufgabenspektrum und Fähigkeitsprofil leiten sich aus ihrem verfassungsgemäßen Auftrag ab. Als gemeinwirtschaftlich tätige, staatliche Non-Profit-Organisation erzielt die Bundeswehr per se keine Einnahmen, sondern wird durch die Öffentliche Hand über ein Budget finanziert. Dennoch ist die Bundeswehr ähnlichen Herausforderungen unterworfen, wie sie auch in der Privatwirtschaft zu beobachten sind. So sieht sich die Bundeswehr durch die Verknappung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel nicht nur Budgetrestriktionen gegenüber. Sie befindet sich darüber hinaus infolge der Verteilung des Budgets auf alle öffentlichen Einheiten auch in einer wettbewerbsähnlichen Situation. Die Neuausrichtung der Bundeswehr ist vor diesem Hintergrund somit unabdingbar.

Mit der in den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) und in der Konzeption der Bundeswehr (KdB) dokumentierten Transformation der Bundeswehr liegt gegenwärtig ein Konzept vor, welches eine Neuausrichtung und permanente Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen proklamiert. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr im vorgegebenen Einsatzspektrum sowie die Konzentration auf die Kernfähigkeiten. Erforderlich hierfür sind regelmäßige Anpassungen und Modernisierungen der materiellen Ausstattung in Qualität und Quantität. Vor dem Hintergrund geänderter sicherheitspolitischer Herausforderungen sowie mit Blick auf eine größere Effizienz ist eine Neuordnung des Beschaffungswesen daher unabdingbar. Dies schließt auch die Bedeutung der kurzfristigen Reaktion auf unmittelbaren Einsatzbedarf ein. Um auf die Anforderungen der Streitkräfte im Einsatz künftig flexibler und schneller reagieren zu können, bedarf es einer stärkeren Ausrichtung der internen Strukturen und Abläufe des Rüstungsbereiches auf die Unterstützung der Bedarfsermittlung. Voraussetzung hierfür ist eine enge Abstimmung zwischen den Bedarfsdeckern und den Bedarfsträgern der Bundeswehr. Die Beschaffung der Bundeswehr ist somit eingebettet in eine ganzheitliche, prozessorientierte Struktur im Sinne eines Supply Chain Management.

 

Transferstelle Defence Supply Chain Management