Geschichte

Geschichte der Fakultät für WOW

Geschichte der Fakultät

Zur Geschichte der UniBw München und der Fakultät WOW

Die Universität der Bundeswehr München (UniBw München) wurde am 1. Oktober 1973 gegründet und trug bis zum 31. März 1985 den Namen „Hochschule der Bundeswehr München“. Am 1. Oktober 1980 erhielt sie das Promotionsrecht, am 1. Oktober 1981 das Habilitationsrecht. Anlass für die Gründung zweier Hochschulen der Bundeswehr in München und Hamburg war ein sich Ende der 1960er Jahre abzeichnender Mangel an länger dienenden Zeitoffizieren. Als Ursache dafür wurde die einseitige und modernen Ansprüchen nicht mehr gerecht werdende Berufsausbildung der Offiziere genannt. Im September 1970 wurde daher eine Bildungskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Ellwein, Direktor des „Wissenschaftlichen Institutes für Erziehung und Bildung in den Streitkräften“, einberufen. Die Kommission schlug in ihrem Gutachten vor, die Ausbildung der Offiziere über einen Zeitraum von fünf Jahren zu erstrecken, der sich aus einem zweijährigen militärischen und einem dreijährigen wissenschaftlichen Abschnitt zusammensetzt. Das wissenschaftliche Studium der Offizieranwärter war der Empfehlung nach an eigenen Hochschulen durchzuführen.
Ausschlaggebend für diese Überlegungen war die Erkenntnis, dass die Aufgaben heutiger Offiziere so vielfältig sind, dass ihre militärische und ihre fachliche Ausbildung getrennt werden muss. Der größte Teil der studierenden Offizieranwärter und Offiziere leistet in der Bundeswehr Dienst auf Zeit, weshalb das Studium sowohl auf den Beruf des Offiziers als auch auf einen späteren zivilen Beruf vorbereiten und der Abschluss mit demjenigen öffentlicher (Landes-)Universitäten vergleichbar sein muss.

Die Gründung und den Aufbau der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften in den 1970er Jahren verdanken wir einer ganzen Reihe von Persönlichkeiten, die mit großem Engagement die institutionellen Strukturen entstehen ließen, die auch – nach im Zeitablauf immer wieder notwendigen Anpassungen – im Wesentlichen noch heute existieren. Dabei ist die Fakultät ihrem Gründungsdekan, Prof. Dr. Rainer Marr, zu besonderem Dank verpflichtet, der diesen Aufbau umsichtig geleitet hat.
Seit Oktober 2000 bietet die Fakultät, gemeinsam mit der Fakultät für Informatik, als weiteren Studiengang das Fach Wirtschaftsinformatik an.

Mit der Organisation von Studiengängen, die bereits nach zehn Trimestern zum Abschluss eines Hochschulstudiums führen, erlangten sowohl die UniBw München als auch die UniBw Hamburg den Status von Reformuniversitäten. Diesen Status müssen sie unter veränderten Rahmenbedingungen auch in Zukunft erhalten. Zu den veränderten Rahmenbedingungen sind in der Hochschullandschaft u. a. der sogenannte „Bologna-Prozess“, der verstärkte Austausch mit ausländischen Universitäten und die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu zählen. Auf der militärischen Seite lassen sich veränderte Rahmenbedingungen etwa an den vielfältigen internationalen Aufgaben und Einsätzen der Bundeswehr und an der Diskussion um eine Reform der Wehrpflicht fest machen.

Seit bestehen der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften wurden drei Ehrenpromotionen verliehen:

Ehrenpromotionen

  • Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Dr. h.c. Edmund Heinen (1985)
  • Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Dr. h.c. Peter Eichhorn (2000)
  • Dr. h.c. Herbert Rebscher (Dipl.-Kfm.) (2003)