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Geschichte der Fakultät

Geschichte der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften


 

Gründung

Die Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften wurde 1978 mit dem Ziel gegründet, den technischen Schwerpunkt der Universität der Bundeswehr München durch ein obligatorisches geisteswissenschaftliches Begleitstudium zu ergänzen. Heute zeichnet sich die Universität der Bundeswehr München durch zwei gleichberechtigte Pfeiler universitärer Lehre und Forschung aus: Einerseits den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern zu denen auch die Fakultät der Staats- und Sozialwissenschaften zählt, andererseits die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ein eigenständiger Studiengang der Staats- und Sozialwissenschaften wurde 1988 etabliert. Wie bei allen Studiengängen der Universität der Bundeswehr München handelt es sich dabei um einen zivilen, integralen Bestandteil der Offiziersausbildung.

Seit Beginn ihrer Tätigkeit zeichnet sich die Fakultät durch eine interdisziplinäre Ausrichtung ihrer Forschungs- und Studienmöglichkeiten aus. Bereits in den Anfangsjahren wählten die Studierenden im Rahmen des Diplomstudiengangs Staats- und Sozialwissenschaften ein Fach als Schwerpunkt: Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft oder Rechts- und Verwaltungswissenschaft.

 

Entwicklung von Lehre und Forschung

Im Zuge des internationalen Hochschulreform-Prozesses (Bologna-Prozess) führte die Fakultät  der Staats- und Sozialwissenschaften 2007 den Bachelor-Studiengang und 2010 den Master-Studiengang ein. Seit 2008 werden insbesondere die Fachrichtungen Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft gestärkt. So wurde im Bereich Internationale Politik eine zweite Professur mit Schwerpunkt Konfliktforschung eingerichtet. Der Bereich Internationales Recht ist mit einer zweiten Professur mit Schwerpunkt Völkerrecht vertreten. Für die Förderung der Methoden- und Grundlagenausbildung wurde der Fachbereich Empirische Sozialforschung etabliert. Dieser wird ebenfalls gestärkt, da die neu zu besetzende Professur für Soziologie der Globalisierung den  Bereich qualitativer Methoden fokussiert.

 

Bachelor-Studiengang

Die Studierenden erwerben im Verlauf ihrer akademischen Ausbildung in unterschiedlichen Pflichtmodulen interdisziplinäre Kenntnisse in Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Rechtswissenschaft. Als Wahlmodule können sie Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Ethik bzw. Theologie belegen. Nach dem dritten Bachelor-Trimester entscheiden sich die Studierenden für eine Vertiefungsrichtung: Internationales Recht und Politik oder Staatliche Strukturen und gesellschaftlicher Wandel. Die Regelstudienzeit beträgt neun Trimester. Leistungsstarke Studierende haben die Möglichkeit den Bachelor-Studiengang in sieben Trimestern zu absolvieren.

 

Master-Studiengang

Nach erfolgreichem Bachelor-Abschluss wird im Master-Studium eine der beiden Vertiefungsrichtungen - Internationales Recht und Politik oder Staatliche Strukturen und gesellschaftlicher Wandel - fortgeführt. Die Studierenden lernen in fünf Trimestern wissenschaftliche Fragestellungen auch fächerübergreifend zu entwickeln und diese methodensicher und lösungsorientiert sowie unter Anleitung eigener Forschungsprojekte zu bearbeiten.

 

Vorbereitung auf den Berufseinstieg

Für Studierende aller Fakultäten an der Universität der Bundeswehr München ist außerdem ein Begleitstudium am Zentralinstitut studium plus obligatorisch. Es ist interdisziplinär angelegt und vermittelt fachliche und soziale Schlüsselqualifikationen um den späteren Berufseinstieg –  im militärischen und zivilen Bereich – zu unterstützen.

Die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen sind sowohl für die Berufspraxis innerhalb der Bundeswehr – hier vor allem mit Blick auf Verwendung in multinationalen und multikulturellen Kontexten – als auch in zivilen Einrichtungen – insbesondere hinsichtlich der Analysefähigkeit – höchst relevant.  Im zivilen Bereich finden AbsolventInnen der Staats- und Sozialwissenschaften Betätigungsfelder in Ministerien und Behörden, europäischen Institutionen, nationalen und internationalen Organisationen, im Bereich der politischen Bildung, in den Medien und der Politikberatung.