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Studenten schicken Experiment ins All

13.01.2011: Vier Studierende der Universität erhalten den Zuschlag für ein vom DLR ausgeschriebenes Programm und dürfen eine Höhenforschungsrakete mit ihrem Experiment bestücken.
Studenten schicken Experiment ins All

Prof. Roger Förstner vom Institut für Raumfahrttechnik mit dem erfolgreichen studentischen Forscherteam

Wenn im März 2012 die Höhenforschungsrakete REXUS in 100 Kilometern Höhe in die Thermosphäre eindringt, wird ein von Studierenden der Universität der Bundeswehr München konzipiertes Experiment mit an Bord sein: Die vier Luft- und Raumfahrttechnik-Studenten Dominik Wilde, Dirk Obst, Andreas Winhard und Robert Jacob bewarben sich erfolgreich auf eine gemeinsame Ausschreibung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Swedish Space Corporation (SSC). Das Programm wird zum siebten Mal aufgelegt und richtet sich europaweit an Studierende, die ein wissenschaftliches Experiment unter realen Bedingungen der Schwerelosigkeit an Bord einer Höhenforschungsrakete durchführen wollen.

Bau des Experiments bis Sommer 2011

Mit ihrer Projektarbeit „Körperschallmessung zur unabhängigen Detektierung von Schaltvorgängen auf Raumfahrzeugen“ setzten sich die Studenten der Universität der Bundeswehr München gegen zahlreiche internationale Mitbewerber durch. Nachdem sie im Oktober 2010 die Vorauswahl überstanden hatten, mussten die raumfahrtbegeisterten Studenten in einer Präsentation Mitgliedern des DLR und der SSC ihr Experiment erläutern und den Raumfahrtexperten Rede und Antwort stehen. Insgesamt wurden europaweit neun studentische Forschungsteams ausgewählt. Für Wilde, Obst, Winhard und Jacob ein Grund zur Freude, aber kein Grund zum Abheben: „Für uns steht jetzt eine Menge Arbeit an, die wir mit dem eigentlichen Studium zeitlich vereinbaren müssen“, erklärt Wilde. „Wir möchten unser Experiment bis zum Sommer 2011 fertig bauen. Dann haben wir bis März 2012 noch Zeit, um die Funktionsfähigkeit intensiv zu testen, zum Beispiel in einer Vakuumkammer“, ergänzt Obst. Prof. Roger Förstner vom Institut für Raumfahrtechnik an der Universität der Bundeswehr München berät und betreut mit seinem Know how die vier Studenten. Er ist mit seinem Institut an verschiedenen Raumfahrtmissionen wissenschaftlich beteiligt.

Messung kleinster Vibrationen an Raumfahrzeugen

Der experimentelle Aufbau, den die Studenten ins All schicken, wird unspektakulär aussehen und soll in einen Metallzylinder mit einem Durchmesser von rund 30 cm und einem Gesamtgewicht von fünf Kilo passen. Die unbemannten REXUS-Raketen starten jedes Jahr im März auf dem schwedischen Raketenstartplatz Esrange bei Kiruna. Sie durchfliegen drei Schichten der Atmosphäre, die Tropo-, Meso- und Stratosphäre und erreichen die Thermosphäre in einer Höhe von bis zu 100 Kilometern. „Mit unserem Experiment der Körperschallmessung wollen wir eine Art Erschütterungssensor für Raumfahrzeuge entwickeln. Dieses Gerät soll künftig in der Lage sein, auch kleinste Vibrationen im Innern oder an der Außenhaut von Raumfahrzeugen wahrzunehmen. So etwas gibt es bisher nicht“, nennt das Studenten-Forscherteam als Ziel des Experiments.

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