Sensibilisieren, um zu verändern
Im Rahmen ihres Studienprojekts erarbeiteten acht Studierende der Universität der Bundeswehr München ein Konzept, das den Sportverein MTV Dießen in eine erfolgreiche Zukunft führen soll. Die Studenten entwickelten mit dem ehrenamtlichen Führungsteam des Vereins neue Ideen für eine finanzielle Neuordnung und eine organisatorische Weiterentwicklung. Trotz konkreter Zielstellung eröffneten sich zahlreiche Spielräume für eigene kreative Ansätze, so dass ein breites Spektrum an Optionen und Lösungen gefunden wurde.
Sportverein als Projektpartner
Unter fachlicher Begleitung von Prof. Bernhard Hirsch und Dr. Dominik Hammer, beide Professur für Controlling an der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften, arbeiteten die Studenten der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften Dominik Amstadt, Christoph Baumann, Mario Bothe, Sebastian Fleck, Marcel Kolb, Matthias Renner, Matthias Salzmann und Lars Trauer im Rahmen ihres Studienprojekts eng mit dem Sportverein als Projektpartner zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit analysierte das Team der Universität der Bundeswehr München zunächst die finanzielle Situation des Vereins und leitete daraus zukünftige Konsequenzen ab. Erhebliche Verbindlichkeiten durch Investitionen in das Vereinsgelände beeinträchtigten die Flexibilität des Vereins. Diese Situation war jedoch nur dem Vorstand bekannt, so dass die Mitglieder auf der Hauptversammlung des Vereins über diese Sachlage des Vereins informiert werden mussten. Ein glaubwürdiger Auftritt der Studienprojektgruppe auf der Hauptversammlung zur finanziellen Situation des Vereins sensibilisierte die Teilnehmer, der erforderlichen Erhöhung der Beitragszahlungen zuzustimmen.
Veränderungspotentiale aufzeigen
Im Anschluss entwickelte das Projektteam einen Workshop für die Vorstandsmitglieder, um Veränderungspotenziale für den Verein aufzuzeigen und zukünftige Aufgaben verbindlich zuzuordnen. Mithilfe der Beitragserhöhung bieten sich dem Verein neue finanzielle Möglichkeiten, in Zukunft gestalterisch tätig werden zu können. Diese Gestaltungsspielräume sollten während des Workshops aufgezeigt werden. Anders als noch auf der Hauptversammlung moderierten die Studenten den Ablauf des Workshops. Eine SWOT-Analyse sollte potenzielle Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken des Vereins analysieren und feststellen, ob die ermittelten Schwächen den Verein zukünftig vor Herausforderungen stellen werden. Durch konstruktive Diskussionen wurden den brisanten Themenbereichen verantwortliche Personen zugeordnet, die in Zukunft als zentrale Ansprechpartner fungieren sollen.
Praxisnahe und eigenverantwortliche Projektarbeit
Das Projekt half den Studenten, ihr erworbenes Wissen in einer praxisnahen Umgebung anwenden zu können. Gleichzeitig mussten die Studenten zeitlich und inhaltlich eigenständig arbeiten und für ihre Ergebnisse eigenverantwortlich einstehen. In welcher Form der Verein die aufgezeigten Optionen tatsächlich umsetzt und inwieweit er damit erfolgreich ist, wird die Zukunft zeigen. Im Ergebnis bleibt jedoch festzustellen, dass die Studenten durch ihre intensive Projektarbeit schon jetzt für die Notwendigkeit wichtiger Veränderungen sensibilisiert haben und damit für die zukünftige Steuerung des Vereins einiges bewegt wurde: Schatzmeister Ulf Floth und der MTV-Vorstand äußerten, dass sie sich über ein weiteres „Im Kontakt bleiben“ sehr freuen würden.
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