Selbstverantwortliches Lernen durch Lehren
Im Frühjahrstrimester 2010 fand die Veranstaltung „Internationales Management und Konzernführung“ im Master-Vertiefungsfeld Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen in der Form des Aktionslernens statt. Diese „andere“ Art der Lehre ist eine konsequente Weiterführung des Gedankens von mehr Freiraum und Selbstverantwortung, wie er an der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften bereits mit dem Integrationsstudium im Herbst 2009 umgesetzt worden war. So bestand die einzige Vorgabe darin, zu einem festen Termin, unter Mitwirkung von externen Gästen, eine zwei- bis dreistündige Veranstaltung durchzuführen, aus der ein Erlebnis- und Erfahrungswert für alle Teilnehmenden resultiert.
Vielfältige Veranstaltungen
Die Themen wurden von den Studierenden in Eigenregie und interessensorientiert festgelegt, auch die Teambildung fand zügig und selbstständig statt. Während des knapp dreimonatigen Bearbeitungsprozesses boten Prof. Hans Wüthrich, Professor für Internationales Management, und sein Team den Studierendengruppen drei Coaching-Termine zur Hilfestellung an. Das Experiment des Aktionslernens ist geglückt - es resultierte in fünf methodisch und inhaltlich überzeugenden Veranstaltungen:
- Online-Workshop: Länderspezifische Barrieren bei der Internationalisierung und Implikationen für die Form des Markteintritts am Beispiel Deutschland – Schweiz
- Workshop: Standortanalyse: MAN SE
- Expertendiskussion: Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung – Lippenbekenntnis oder unausweichliche Notwendigkeit? Diskussion sinnvoller CSR-Strategien, die einen Mehrwert für alle Stakeholder gewährleisten
- Paneldiskussion: Nachhaltigkeit: Paradigmenwechsel im Führungsverständnis
- Workshop: Internationales Supply Chain Management – Kühne & Nage
Für die Veranstaltungen konnten die Studierenden interessante Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, so u. a. Thomas Neureither, Senior-Consultant bei MAN, Prof. Lutz von Rosenstiel von der LMU, Winfried Kretschmer, Chefredakteur der changeX, Konstanze Frölich, Kulturmanagerin und Kommunikationsberaterin, Meike Frese, Beraterin der fairsociety München sowie Prof. Eva Lang, Vorstand des Zentralinstituts studium plus. Die Gäste zeigten sich übereinstimmend positiv überrascht über das Engagement und die Qualität der Arbeit der Studierenden.
Positives Evaluationsergebnis
Auch von Seiten der Studierenden war das Echo auf das Aktionslernen positiv. „Das Konzept macht Spaß und es ist eine gelungene Abwechslung. Trotzdem wird die Tiefe der Thematik nicht vernachlässigt“, so der Tenor der Evaluation.
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