Promotion in Neubiberg und Augsburg
Erfolgreiche Kooperation: Dr. Eisenhut mit seinen Betreuern Prof. Khan, Universität der Bundeswehr München, (rechts) und Prof. Vedder, Universität Augsburg (links)
Die Universität der Bundeswehr München arbeitet bei juristischen Promotionen mit der Universität Augsburg zusammen. Im Rahmen der Kooperation übernehmen Professoren der Universität der Bundeswehr München die Betreuung der Nachwuchswissenschaftler. Der Zweitprüfer ist von der Universität Augsburg, die auch den Titel „Dr. jur.“ verleiht. Die erste Promotion im Rahmen der Kooperation reichte Dominik Eisenhut ein. Er erhielt für seine Doktorarbeit mit dem Titel „Europäische Rüstungskooperation: Zwischen Binnenmarkt und zwischenstaatlicher Zusammenarbeit“ ein „summa cum laude“. Betreuer auf Seiten der Universität der Bundeswehr München war Prof. Daniel-Erasmus Khan, Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften.
Höhere Promotionsquote
„Wir freuen uns sehr, dass wir durch diese Kooperation mit der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg mehr Nachwuchswissenschaftler betreuen und zur Promotion führen können“, so Prof. Khan. An der Universität der Bundeswehr München betreuen Professoren für Rechtswissenschaft aus der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften sowie der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften derzeit mehrere Nachwuchswissenschaftler, die auf Grundlage der Kooperationsvereinbarung eine juristische Promotion abschließen werden. 2008 wurde die Kooperation auf Habilitationen ausgeweitet.
Dissertation zum Europarecht
Für Dominik Eisenhut hat sich die Kooperationsvereinbarung ausbezahlt. Nach seinem Jura- und Geschichtsstudium an den Universitäten Freiburg, Grenoble und München arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei seinem Doktorvater Prof. Khan. So profitierte er von den guten Forschungs- und Arbeitsbedingungen an der Universität der Bundeswehr München. Seine Dissertation, die als Zweitgutachter Prof. Christoph Vedder von der Juristischen Fakultät Augsburg betreute, beschäftigt sich mit europarechtlichen Fragen der europäischen Rüstungskooperation. Insbesondere werden die Reichweite der besonderen „Sicherheitsausnahme“ zugunsten der Rüstungsindustrie im Europarecht und die neuen Formen der Zusammenarbeit in diesem Bereich auf Grundlage des Vertrages von Lissabon untersucht. Die Arbeit soll einen Beitrag zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Marktes auch für Verteidigungsgüter leisten. Nur durch eine wettbewerbsfähige europäische Rüstungsindustrie, so die These, bleiben die europäischen Staaten sicherheitspolitisch unabhängig und können ihren Technologievorsprung gegenüber der weltweiten Konkurrenz in diesen Bereichen erhalten. Dr. jur. Eisenhut hat das Promotionsverfahren bereits abgeschlossen, seine mit „summa cum laude“ bewertete Arbeit wurde in einem renommierten Verlag veröffentlicht.
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