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Mathematik im Alltag

21.04.2010: Prof. Stefan Pickl erklärt rund 100 jungen Besuchern der Kinderuni, wo uns im Alltag überall Mathematik begegnet, z.B. wenn wir eine Postkarte verschicken oder ein Buch ausleihen.

Mathematik ist nicht aller Kinder Lieblingsfach in der Schule. Dass es aber sehr wichtig und sehr spannend ist, sich mit Mathematik zu beschäftigen, zeigte Prof. Stefan Pickl, Professor für Operations Research an der Fakultät für Informatik bei der Kinderuni-Vorlesung am 21. April. Zunächst klärten die rund 100 Schüler im Alter von acht bis zwölf Jahren gemeinsam mit dem Professor die Frage, seit wann überhaupt gerechnet wird – und ob wir überall auf der Welt gleich rechnen. Die Antwort fanden sie schnell: Schon in der Bibel, in der Schöpfungsgeschichte, wurde z.B. gerechnet. Im Hörsaal waren auch Kinder dabei, die nicht aus Deutschland stammen. Sie rechneten und zählten in ihrer Muttersprachen – und stellten fest: Gezählt und gerechnet wird überall gleich. Das heißt aber noch lange nicht, dass zum Beispiel Zeitangaben in allen Kulturen gleich verstanden werden. „Ich komme gleich“, könne in Marokko etwas ganz anderes bedeuten als in Deutschland, erklärte Prof. Pickl. Doch im Gegensatz zu kulturellen Unterschieden und Gepflogenheiten, ist es bei der Mathematik immer eindeutig: „In der Mathematik gibt es nur richtig oder falsch“, so Prof. Pickl.

Ohne Mathematik keine Geburtstagsparty

Die Mathematik begegnet einem im Alltag ständig: „Ohne Mathematik könnten wir unseren Geburtstag nicht feiern. Wir wüssten gar nicht, wie alt wir werden.“ Anhand einiger Beispiele erklärte Prof. Pickl, welch komplizierte Mathematik hinter Alltagsfragestellungen steckt. Zum Beispiel beim Versand von Postkarten, die zentral gesammelt und verteilt werden müssen. Oder in der Bibliothek, in der für jedes Kind das passende und altersgemäße Buch ausgesucht werden soll: „Die wilden Kerle“ für das jüngste Kind, „Die drei ???“ erst ab der 5. Klasse. „Es ist ein klassisches Verteilungsproblem“, so Prof. Pickl. Mit Stift und Papier würde es schwer werden, auch bei vielen Kindern eine Lösung zu finden. Doch ein Computer kann dank Mathematik das Verfahren optimieren.

Vulkanausbruch und Mathematik?

Auch auf ein ganz aktuelles Thema ging Prof. Pickl ein. Wenn die vielen Flugzeuge, die wegen der Aschewolke nicht starten konnten, nun wieder in die Luft gehen, müssen u.a. Mathematiker und Computerprogramme für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Beim nächsten Geburtstag und beim nächsten Flug in den Urlaub werden die Schüler jetzt also garantiert daran denken: Ohne Mathematik sähe ihr Alltag ganz anders aus!

Fotos von der Kinderuni

Mehr zur Kinderuni der Universität der Bundeswehr München und der VHS Südost

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