Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Innenminister Herrmann beim Kamingespräch

17.04.2012: Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann ist auf Einladung der Offizierheimgesellschaft Neubiberg e.V. (OHG) für ein Kamingespräch zu Gast an der Universität der Bundeswehr München.
Innenminister Herrmann beim Kamingespräch

Leutnant Philipp Weber moderierte das Kamingespräch mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann

Gemütlicher Rahmen

Initiiert wurde die Veranstaltung maßgeblich vom Vorsitzenden der OHG Oberstleutnant Olaf Kuske sowie dem Beisitzer Leutnant Philipp Weber. Um dem Anspruch eines Kaminsgesprächs gerecht zu werden, fand die Veranstaltung im Kaminzimmer des Casinos vor einer kleineren Runde von studierenden Offizieren und Offizieranwärtern statt. 

Aufgaben des Bayerischen Innenministeriums

In seinem Eröffnungsvortrag informierte Staatsminister Hermann zunächst über die vielfältigen Aufgaben seines Ministeriums. So ist das Ministerium für die Innere Sicherheit und damit für die Polizei, den Verfassungsschutz, die Feuerwehr, den Rettungsdienst, und den Katastrophenschutz zuständig. Darüber hinaus sind die rund 62.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich für Verfassungsfragen, Verwaltungsaufgaben des Staates und kommunale Angelegenheiten. Zum Spektrum gehört auch die Oberste Baubehörde, die alle staatlichen Baumaßnahmen betreut.

Gefahr durch „einsame Wölfe“

Als Thema der Veranstaltung brachte Herrmann jedoch den politischen Extremismus mit. Dabei machte er deutlich, dass politischer Extremismus nicht immer Terrorismus sein müsse: „Verfassungsfeindlich bedeutet nicht automatisch, dass Gewalt angewendet wird“. Besonders alarmiere ihn die internationale Entwicklung, dass zunehmend „einsame Wölfe“ Attentate verüben. Als Beispiele nannte er die Massaker in Norwegen und Frankreich. Diese Attentäter seien laut Herrmann nicht in einer Terrororganisation eingebunden, würden sich meist über Hass-Botschaften im Internet selbst radikalisieren und seien im Vorfeld eines Attentats meist unauffällig. So spiele laut Hermann das Internet zur Verbreitung von Ideologien eine große Rolle. Für die deutschen Sicherheitsbehörden ist ein Einschreiten jedoch erheblich eingeschränkt, da die Server meist im Ausland stehen. Vor dem Hintergrund der Ermittlungspannen hinsichtlich der „Zwickauer Zelle“ plädierte Hermann für eine bessere Zusammenarbeit aller Sicherheitsbehörden.

Heimatschutzregiment Bayern

Mit Blick auf die Bundeswehr betonte Hermann in der anschließenden Aussprache die wichtige Unterstützung der Streitkräfte bei Katastrophenfällen wie die Hochwasser von Oder und Elbe in den vergangenen Jahren. „Die Bundeswehr verfügt über besondere technische Fähigkeiten und Manpower, beides ist unverzichtbar“, erklärte Herrmann. Wenn die Bundeswehr kleiner werde, heiße das auch weniger Möglichkeiten für eine Unterstützung. Deshalb möchte der Bayerische Innenminister auch verstärkt Reservisten in solche Themen einbinden. „Ein Heimatschutzregiment Bayern habe ich in der Vergangenheit schon oft gefordert. Ansatzweise wird eine solche Struktur nun entwickelt.“

Termine
Sommerferien-Kinderbetreuung 18.08.2014 - 22.08.2014 — Universität der Bundeswehr München, Kindergarten Sonnenwiese
6. Seminar Wasserversorgung mit Fachausstellung 16.09.2014 09:00 - 17:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 36, 0221
Kommende Termine…