Europas größter Kongress im Bereich Satellitennavigation
Unter dem Motto „Galileo – quo vadis“ lud das Institut für Erdmessung und Navigation der Universität der Bundeswehr München unter der Leitung von Prof. Bernd Eissfeller zum achten Munich Satellite Navigation Summit ein. 450 Teilnehmer aus 25 Nationen kamen auch in diesem Jahr in die bayerische Landeshauptstadt, um die Chancen und Risiken weltweiter GNSS Programme zu diskutieren. Das europäische Satellitennavigationsprogramm Galileo stand im Mittelpunkt der Konferenz.
München ein Zentrum der deutschen Luft- und Raumfahrt
Prof. Bernd Eissfeller begrüßte in seiner Eröffnungsrede u.a. Dr. Hans Schleicher, Generaldirektor des bayerischen Wirtschaftsministeriums, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums sowie Vladimir Remek vom Europäischen Parlament, Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR und Paul Verhoef von der Europäischen Kommission. Scheurle nannte München das Zentrum deutscher Luft-und Raumfahrttechnik. Gerade ein solch großes Projekt wie Galileo müsse in Europa zum Erfolg geführt werden.
Weitere Themen der dreitägigen Konferenz waren u.a.
- Safety of Life – a Vision without a Future?
- Knowledge and Technology Transfer in GNSS?
- Moore’s Law and its Impact on GNSS Receiver Technology
Privatsphäre im Zeitalter der Satellitennavigation
Auch die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Prof. Merith Niehuss, nahm an einer hochkarätig besetzten Session teil: „Big brother is watching you! Privacy issues contra Satellite Navigation?” war der Titel der Diskussionsrunde, zu der auch Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein gehörte.
Wenig Wissen über Satellitennavigation in Deutschland
Der Summit schloss in diesem Jahr erstmals mit einer Journalistenrunde. „Bridging the Gap – a journalistic view on progress and problem of GNSS“ war der Titel der Runde, in der sich journalistische Vertreter aus Indien, USA und Deutschland über die mediale Verbreitung von GNSS im Allgemeinen austauschten. Hierbei wurde deutlich, dass gerade in Deutschland das Wissen über Satellitennavigation sehr gering ist. Allenfalls GPS spiele in den Köpfen der Menschen eine Rolle, so Christina Teuthorn vom Bayerischen Rundfunk.
Zum Ende der Veranstaltung dankte Prof. Bernd Eissfeller dem Team des Instituts für die Organisation und Durchführung des Munich Satellite Navigation Summit 2010. Auch in diesem Jahr sei es wieder gelungen, einen qualitativ hochwertigen Kongress zu initiieren, zu dem alljährlich Wirtschafts- und Politgrößen ebenso erscheinen wie Wissenschaftler aus aller Welt.


