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Die lange Reise des Joghurtbechers

26.05.2009: Prof. Michael Eßig erklärt in der Kinderuni-Vorlesung rund 100 Schülern, welche langen Wege die einzelnen Bestandteile des Erdbeerjoghurts zurücklegen – bevor wir ihn essen können.

Den Weg eines Joghurtbechers vom Supermarktregal nach Hause in den Kühlschrank und schließlich in den eigenen Magen – diesen Weg kennen die meisten jungen Besucher der 7. Kinderuni, die am 20. Mai an der Universität der Bundeswehr München stattfand, sehr gut. Schließlich essen sie alle gerne Joghurt. Doch was ist eigentlich vorher? Wie kommt der Joghurt ins Supermarktregal? Dieser Frage ging Prof. Michael Eßig, Professor für Materialwirtschaft und Distribution an der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften, gemeinsam mit den Kindern nach.

Internationale Bestandteile

Neun Millionen Joghurts essen die Deutschen jedes Jahr. Diese große Zahl überraschte die jungen Besucher bereits. Doch noch viel mehr staunten sie darüber, wo die einzelnen Bestandteile des Joghurts und seiner Verpackung überall herkommen: Das Alu für den Deckel aus Russland, das Holz für das Etikett aus Kanada, der Weizen für den Leim aus den USA. Und wer ist für welchen Teil der Herstellung zuständig? Eine Fabrik in Spanien verarbeitet das kanadische Holz zu Papier; eine Druckerei in Hamburg erstellt das Etikett; der Joghurthersteller selbst, z.B. in Weihenstephan, füllt den Joghurt ab. Dann werden die Joghurtbecher mit den verschiedensten Transportmitteln an die Supermärkte verteilt – wo wir sie endlich kaufen können.

Die vielen Glieder einer Logistik-Kette

Damit die Joghurtbecher in ausreichender Zahl und zur rechten Zeit wirklich im Supermarktregal stehen, müssen also viele Fabriken, Lager und Transporteure in vielen Ländern zusammen arbeiten. Dies nennt man eine Logistik-Kette, so Prof. Eßig. Kein Glied dieser Kette darf ausfallen. Ist zum Beispiel der gekühlte Transport nicht gesichert, kann der Joghurt verderben. Die Kinderuni-Besucher durften sich zum Ende der Vorlesung jedoch davon überzeugen, dass die Joghurt-Produktion und -Distribution gut funktioniert. Nach den vielen Informationen über den Joghurt und seine Wege gab es ihn dann wieder so, wie sie ihn kennen: Mit dem Löffel direkt in den Magen!

Video von der 7. Kinderuni

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