Ausflug in die Praxis
Seit Oktober sind sie Studierende der Universität der Bundeswehr München, nun unternahm der erste Jahrgang des Bachelor-Studiengangs Wehrtechnik den ersten Ausflug in die Praxis: Während einer Führung bei der IABG in Ottobrunn schnupperten die Studierenden in die Tätigkeitsbereiche eines Wehrtechnik-Ingenieurs. Von Weltraumsimulation über akustische Simulation von Raketenstarts bis zu Ermüdungstests zum Materialverhalten bei Luftfahrzeugen: Die Themen waren vielfältig und doch nur ein kleiner Ausschnitt aus den beruflichen Möglichkeiten.
Früher Kontakt zur Industrie
Organisiert wurde die Exkursion durch den Privatdozenten Dr. Manfred Sargl. Dr. Sargl kennt die Studierenden der Wehrtechnik vor allem aus seiner Veranstaltung „BWL für Wehrtechnik-Ingenieure“. Um den Praxisbezug des FH-Studiums zu optimieren, sei es sinnvoll, die Studierenden frühzeitig mit der Industrie in Kontakt zu bringen, meint Dr. Sargl – vor allem natürlich mit Unternehmen, die zum Berufsfeld eines Wehrtechnik-Ingenieurs passen. Dazu eignet sich die IABG mit ihren Kernkompetenzen Simulation und Test: 1961 auf Initiative des Bundes als zentrale Analyse- und Testeinrichtung für die Luftfahrtindustrie und das Verteidigungsministerium gegründet, ist die Firma heute ein führendes europäisches, technisch-wissenschaftliches Dienstleistungsunternehmen. Die IABG kooperiert mit zivilen und öffentlichen Auftraggebern – so auch mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung. Zentral ist dabei die Qualifizierung und Zertifizierung für die wehrtechnischen Dienststellen. Daher werden die studierenden Wehrtechnik-Ingenieure, die alle Beamte auf Widerruf beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung sind, in ihrer beruflichen Zukunft noch häufig auf den Namen oder auf Mitarbeiter der IABG stoßen.
Strenge Sicherheitsbestimmungen im Betrieb
Von Interesse für die Wehrtechnik-Studierenden war insbesondere der Bereich Testwesen mit den Themen Modalanalyse, Vibration, Akustik, EMV, Weltraumsimulation und Luftfahrt. Der Besuch bei der IABG unterlag strengen Sicherheitsbestimmungen: Fotografieren verboten, Handys müssen ausgeschaltet werden – schließlich besteht bei den Projekten der IABG stets die Gefahr der Industrie-Spionage. In manchen Büros der Firma werden Tapeten und Fenster mit Hilfe von Kupfer abgeschirmt. Beim Betreten des Raumfahrtzentrums hieß es dann: „Nicht rauchen, nicht trinken, nicht essen, Handys aus – nur atmen dürft ihr.“
Gruppenfoto der Exkursionsteilnehmer
Mehr Informationen zum Wehrtechnik-Studiengang
Zur Seite des Bundesamts für Wehrtechnik und Beschaffung


