Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Marr

Transformationsprozess bei der Bundeswehr

19.10.2006: Studierende diskutieren mit Generalmajor Gubernatis

marr_240x110.jpgJa, der Bundeswehrnachwuchs heute habe es schwerer als seine eigene Generation, gab Generalmajor André Gubernatis (im Bild Mitte) unumwunden zu. Der Stellvertreter des Abteilungsleiters Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten im Bundesministerium der Verteidigung war auf Einladung von Prof. Rainer Marr (r.) und der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (im Bild links der Dekan Prof. Helge Rossen-Stadtfeld) an die Universität gekommen. Im Rahmen der Vorlesung „Grundlagen der Personalwirtschaft“ sprach er im Audimax über „Personalmanagement im Zeichen der Transformation“. Die Bundeswehr müsse sich als „Top-Arbeitgeber“ präsentieren und den besten Nachwuchs für sich gewinnen, so Gubernatis. Dabei sei die Bundeswehr heute eine „Armee im Einsatz“ und der Soldatenberuf mit mehr Herausforderungen und Risiken verbunden als in den Jahrzehnten zuvor. Die Tatsache, dass den Offizieren der Bundeswehr eine akademische Ausbildung ermöglicht wird, schätzt der General als sehr wertvoll ein. Der Anteil derer, die „studiennah“ eingesetzt werden, werde sich in den nächsten Jahren erhöhen, kündigte er an. Der Transformationsprozess verlange jedoch von jedem Einzelnen hohe Flexibilität. So lag der Anteil der Truppengattungswechsel zwischen 2001-2005 bei 50 Prozent. Solche Zahlen beunruhigten die anwesenden Studierenden. „Wer kann mir garantieren, dass ich nach dem Studium in die Truppe komme?“, fragte ein Student – und musste erfahren, dass es keine Garantien gibt. Gubernatis verteidigte den häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Verwendungen – mal Dienst in Stäben, mal Truppendienst –, der ein Kennzeichen und eine Besonderheit der Bundeswehr sei. Die verlangte Flexibilität und Mobilität beeinflusst natürlich auch das Familienleben der jungen Soldatinnen und Soldaten. Professor Marr erkannte, dass die junge Generation von der Bundeswehr erwarte, „das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie“ aufzulösen und befriedigende Modelle anzubieten. Trotz aller Unwägbarkeiten und Risiken ermutigte der Generalmajor die Studierenden in dem von ihnen eingeschlagenen Weg: „Sie haben einen spannenden Beruf, freuen Sie sich darauf.“

 

Termine
Ausstellung "Zukunft braucht Erinnerung" 13.10.2014 16:00 - 18:00 — Universitätsbibliothek
Symposium "40 Jahre Erstflug TORNADO" 22.10.2014 10:30 - 19:00 — UniCasino der Universität der Bundeswehr München
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
5. Unternehmensforum 25.10.2014 10:00 - 16:00 — Gebäude 33, Foyer
Kommende Termine…