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Workshop voller Erfolg - in zwei Jahren international

16.10.2006: Bau-Protect-Veranstalter ziehen positives Resümee

bauprotect240x200.jpgWie aktuell das Thema ist, zeigte ein trauriger Anlass einen Tag vor Beginn des diesjährigen Bau-Protect-Workshops. Ein Kleinflugzeug stürzte am 11. Oktober in ein 50-stöckiges Hochhaus in New York. Ob und warum Gebäude solchen Belastungen Stand halten und wie sie im Vorfeld besser gesichert werden können, um solche Fragen ging es bei dem zweitägigen Workshop mit dem Titel "Sicherheit der baulichen Infrastuktur vor außergewöhnlichen Einwirkungen". Veranstalter waren Professor Klaus Thoma, Leiter des Fraunhofer Ernst-Mach-Instituts (im Bild links), Professor Norbert Gebbeken von der Universität der Bundeswehr München (Mitte) und Michael Klaus von der Wehrtechnischen Dienststelle (rechts). Die Hauptvorträge des Workshops widmeten sich zunächst allgemeineren Fragestellungen. Prof. Günther Schmid von der Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung gab Einblick in die Konfliktlage des 21. Jahrhunderts und nannte einige Faktoren, die darauf hindeuten, dass Instabilität, Verteilungskonflikte und Gewaltausbrüche das 21. Jahrhundert prägen könnten. Dass die Europäische Kommission das Gefahrenpotenzial erkannt hat, erläuterte Prof. Thoma in seinem Vortrag. Er berichtete von seinen Erfahrungen in der ESRAB, dem europäischen Beirat für Sicherheitsforschung, dem er angehört. Er bemerkte kritisch, dass bei den künftigen Maßnahmen der Kommission der Schutz baulicher Strukturen keine Priorität habe.

Die Fachvorträge stiegen in verschiedene Einzelthematiken rund um Schutz und Sicherung von Infrastruktur ein. Dabei ging es um Risikoanalyse und -kalkulation ebenso wie um Eigenschaften bestimmter Baustoffe oder um die Frage, wie die Standsicherheit bereits geschädigter Gebäude schnell diagnostiziert werden kann. Der Workshop richtete sich an verschiedene Zielgruppen: Vertreter von Banken und Versicherungen waren ebenso gekommen wie Architekten und Planer, sowie Entscheider von Sicherheitsinstitutionen und Wissenschaftler. Damit seien die Vorkenntnisse der Zuhörer sehr unterschiedlich, benannte Prof. Gebbeken die Herausforderung für die Redner. Doch nach Auswertung der Evaluationsbögen stellte er fest, dass die Vorträge von den Teilnehmern gut bewertet wurden. "Tendenziell kommen die Themen mit großer praktischer Relevanz besser an", resümierte Prof. Gebbeken. In zwei Jahren wird der nächste Bau-Protect-Workshop stattfinden. Die Veranstalter haben sich vorgenommen, ihn dann international anzubieten. Auch in China, Kanada, den USA und vielen anderen Ländern bestehe großes Interesse an der Thematik, so Prof. Gebbeken.
 

Prof. Gebbeken in der aktuellen Ausgabe des Spiegel über Statik öffentlicher Bauten

 

Termine
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 04.11.2014 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Kinderuni 12.11.2014 16:00 - 17:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Foyer
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 02.12.2014 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Master-Feier 2014 13.12.2014 13:00 - 18:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
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