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Schueler

Schüler im Hörsaal

23.11.2006: Frühförderprogramm für Hochbegabte gestartet

schueler240x140.jpgDer 17jährige Konstantin Krischer und die 16jährige Riana Fischer sind zwei der sieben Schülerinnen und Schüler, die am im Herbst angelaufenen Förderprogramm für Hochbegabte teilnehmen. Das heißt: Sie drücken nicht nur die Schulbank, sondern sind mindestens einmal die Woche auch an der Universität der Bundeswehr München, um Übungen oder Vorlesungen zu besuchen. Am Mittwoch, 22. November, wurden sie offiziell an der Universität begrüßt. Die Präsidentin Prof. Merith Niehuss hieß die jungen Studierenden zwischen 14 und 17 Jahren herzlich willkommen. Als kleines Präsent erhielten sie aus den Händen des Dekans der Fakultät für Informatik, Prof. Ulf Schmerl, ein Polo-Shirt mit dem Logo der Universität. Inhaltlich befasste sich die Begrüßung, zu der auch Eltern und Lehrer eingeladen waren, mit dem Thema Begabung und Frühförderung. Prof. Stefan Pickl, der das Programm an der Universität der Bundeswehr München initiiert hat, hatte dafür Referenten anderer Universitäten eingeladen, die bereits einige Jahre Erfahrung beim Schülerstudium haben. So konnte Dr. Ulrich Halbritter, der das erste Frühstudium Deutschlands an der Universität zu Köln ins Leben gerufen hat, von beeindruckenden Beispielen berichten. In Köln hat etwa einmal ein Siebtklässler die beste Informatikklausur geschrieben. Er stellte jedoch klar, dass die messbaren Leistungen, wie etwa benotete Scheine, nicht im Vordergrund des Frühstudiums stehen sollten. „Es geht vor allem um den Spaß an der Sache.“ Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler, die Kurse und Vorlesungen vor allem als Chance zu sehen, sich unverbindlich auf einem Interessensgebiet auszutoben. Auch die Psychologin Dr. Eva Stumpf von der Universität Würzburg betonte die positiven Aspekte des Frühstudiums. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Wissensdurst stillen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und wertvolle fachliche Orientierung erfahren. Sie betonte aber auch, dass solch ein Programm die Hochschule fordert. Aufgeschlossene und motivierte Dozenten braucht es dazu ebenso wie ein verständnisvolles und verantwortungsbewusstes Umfeld sowie Ressourcen für Betreuung und Organisation. All dies ist an der Universität der Bundeswehr München innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt worden. Zudem pflegt sie den Austausch mit anderen Universitäten, die ähnliche Programme anbieten und ist in das Netzwerk „Schüler-Universitäten“ der Telekom Stiftung eingebunden. Die Stiftung unterstützt das Programm mit 8.000 Euro. Davon will Prof. Pickl u.a. eine mehrtägige Sommerakademie für die Teilnehmer ausrichten. Konstantin Krischer fühlt sich nach den wenigen Wochen schon recht wohl auf dem Campus. Auch mit den einige Jahre älteren Kommilitonen hat er gute Erfahrungen gemacht. Sie binden ihn ein und bieten auch mal Hilfe an, wenn er als Schüler noch eine Frage im Uni-Alltag hat.

Gruppenbild: Prof. Pickl mit sechs der Programmteilnehmer

Mehr zum Programm zur Frühförderung an der Universität  

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