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Juli 2006

Meldungen im Juli

 

Festkolloquium für Prof. Tränkler

26. Juli 2006: Viele Mitstreiter verabschieden den Initiator des "Intelligenten Hauses"

haus-klein.jpgSeit 40 Jahren beschäftigt sich Prof. Hans-Rolf Tränkler wissenschaftlich mit dem Thema Sensorik. Nun verabschiedet er sich von der Universität und vielen Kolleginnen und Kollegen und Mitstreitern mit einem Festkolloquium in den Ruhestand. "Reiz der Sensorik" ist der Titel des Kolloquiums, das am 26. Juli im Audimax der Universität stattfindet und zu dem zahlreiche Gastredner ihren Beitrag liefern werden. So spricht etwa Dr. Holmer von infineon über Temperatursensoren und Dr. Flaschke vom Deutschen Patent- und Markenamt lobt das "Haus voller Effekte". Das Intelligente Haus, das seit dem Jahr 2000 auf dem Campus in Betrieb ist, wurde maßgeblich von Prof. Tränkler initiiert, geplant und umgesetzt. Auch künftig will Prof. Tränkler seinem Fachgebiet, das ihn sein Leben lang begleitet hat, treu bleiben: "Ich bin nicht der Typ, der sich zur Ruhe setzt und dann die große Weltreise macht. Ich werde mich weiter der Sensorik-Forschung widmen."    

  

Preis für originellste Studienarbeit

12. Juli 2006: Robert Lemke erhält Auszeichnung der IABG 

Preis_Lemke_web.jpgJedes Jahr stiftet der Luft- und Raumfahrtdienstleister IABG 1000 Euro als Preisgeld für die originellste Studienarbeit, die an der Universität der Bundeswehr München entsteht. 2006 durfte sich der Student der Luft- und Raumfahrttechnik Robert Lemke (im Bild links) über die Auszeichnung freuen. Prämiert wurde seine Arbeit, die sich mit einer Marktanalyse für "Constructive Simulations" beschäftigt. Dabei geht es um virtuelle Akteure, beispielsweise bei interaktiven Computerspielen, die mit Ausrüstung und Effekten ausgestattet - und dann verkauft werden. Laut Lemkes Arbeit stagniert der Markt derzeit. Für die Beschäftigung mit diesem außergewöhnlichen Thema lobte ihn Prof. Bernhard Katzy (rechts) bei der Preisverleihung. Die IABG aus Ottobrunn und die Universität der Bundeswehr München festigen mit der Preisvergabe ihre Kooperation auf dem Gebiet der "Sicherheit".

 

15. Neubiberger Krankenhausforum

7. Juli 2006: Experten diskutierten über die Zukunft der Krankenhausfinanzierung

stewens.jpgÄrztestreik an den Kliniken, Kompromiss zur Gesundheitsreform in Berlin – an aktuellen Themen, über die im Rahmen des 15. Neubiberger Krankenhausforums zu diskutieren war, bestand kein Mangel. Rahmenthema des diesjährigen Treffens war die „Ordnungspolitische Neuorientierung der Krankenhausversorgung nach der Konvergenzphase“. Gastgeber Prof. Dr. Günter Neubauer vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität der Bundeswehr München führte die rund 250 Teilnehmer in die Thematik ein. Er konstatierte, dass alle Industrienationen am gleichen Problem leiden: Der Bedarf der Bevölkerung an medizinischer Versorgung steigt stärker an als die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssektors. Mit unterschiedlichen Reformansätzen suchen die Länder nach Lösungen – doch „die Knappheit lässt sich nicht wegreformieren“, so Neubauer. Die Knappheit könne lediglich „besser gemanagt“ werden. Für die Zeit nach der Konvergenzphase, ab 2009, sieht er akuten Handlungsbedarf. Es müsse bis dahin geregelt sein, wie und von wem die Basisfallwerte festgelegt werden. Er sprach sich gegen nationale einheitliche Basisfallwerte, sondern für flexible Wettbewerbspreise aus. Außerdem hält er eine prozentuale Kostenbeteiligung der Krankenhauspatienten für sinnvoll. Nur dann würden sich Patienten auch tatsächlich für die Kosten einer Behandlung interessieren – und echter Wettbewerb entstehen. Gastrednerin Dr. Christa Stewens, bayerische Staatsministerin für Arbeit, vertrat die Ansicht, dass der Gesundheitsbereich „kein Markt wie jeder andere“ sei, und sprach sich für den Erhalt staatlicher Krankenhausplanung aus. „Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir eine medizinisch leistungsstarke und flächendeckende Versorgung sicher stellen. Dafür trägt der Staat Verantwortung.“ Allerdings müssten die Kliniken ein ausreichendes Maß an Flexibilität und Eigenverantwortung erhalten. Für die Zukunft erwarte sie kein „massenhaftes Krankenhaussterben“, allerdings werde es weiteren Bettenabbau geben. Dies werde auch die Schließung einiger Kliniken zur Folge haben. In Großstädten, beispielsweise München, gebe es nach wie vor einen Bettenüberhang. Sie verteidigte den in Berlin ausgehandelten Kompromiss zur Gesundheitsreform. Es sei der „kleinste gemeinsame Nenner“, mehr sei in Zeiten der Großen Koalition nicht drin. Allerdings kritisierte sie zentralistische Tendenzen einiger Bundespolitiker sowie die geplanten Kürzungen bei den Budgets der Krankenhäuser um 1 Prozent. Dies sei eine unangemessene Maßnahme nach dem „Rasenmäherprinzip“. Sie versprach den anwesenden Klinikvertretern, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sei und sie sich auch in künftigen Verhandlungen immer für die Interessen der Krankenhäuser einsetzen werde.

 

Militärischer Fünfkampf in Finnland

6. Juli 2006: Beim Europacup siegte das Team der Sportfördergruppe an der Universität

Lahti_Engels_web.jpgDie ersten Disziplinen Schießen und Hindernisbahnlauf hatte das deutsche Team beim Europacup im finnischen Lahti gut gemeistert. Doch erst am zweiten Wettkampftag trumpfte das Team der Sportfördergruppe Neubiberg, für das Norbert Stracke, Andrej und Sergej Sonnenberg, Martin Engels, Martin Reichart und Randy Klingenberg starteten, so richtig auf. Werfen und Hindernisbahnschwimmen standen auf dem Programm. Beim Hindernisschwimmen belegten Martin Reichart und Sergej Sonnenberg die beiden ersten Plätze, ebenfalls unter die Top Ten gelangten Andrej Sonnenberg und Martin Engels. Beim Werfen waren mit Norbert Stracke und Martin Engels wieder zwei Deutsche unter den Top Fünf platziert. Damit übernahm das deutsche Team am zweiten Tag die Führung in der Teamwertung. Auch in der Einzelwertung führte ein Deutscher, Norbert Stracke. Sein Konkurrent Brian Dasbjerg aus Dänemark lag allerdings nur zwei Punkte hinter ihm. Die Entscheidung musste am letzten Tag, in der letzten Disziplin, dem Crosslauf, fallen. Hier setzte sich Dasbjerg durch, er gewann den 8.000 Meter Crosslauf in 26:30 Minuten, Stracke wurde mit rund 20 Sekunden Abstand Dritter. Damit entschied Dasbjerg die Gesamteinzelwertung für sich, Stracke machte den 2. Platz, der Norweger Trond Vognild wurde Dritter. In der Mannschaftswertung jedoch blieb das deutsche Team uneinholbar vorne. Sie siegten souverän vor Russland und Finnland. Die Siegesfeier fiel dann für einige Athleten feuchtfröhlich aus. Es ist eine Tradition im Militärischen Fünfkampf, dass Athleten, die einen neuen persönlichen Rekord aufstellen, mit Uniform „Baden gehen“. In Lahti traf dies einen deutschen sowie einen finnischen und drei holländische Teilnehmer. Sie prüften die Temperatur des Wassers im Hafen von Lahti...

 

 



 

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Mediation als Instrument der Gleichstellung

5. Juli 2006: 40 Gleichstellungsbeauftragte tagten auf dem Campus

Gastgeberin Dr. Irmingard Böhm, Gleichstellungsbeauftragte der Universität der Bundeswehr München, war zufrieden: 40 Kolleginnen aus dem münchner arbeitskreis der gleichstellungsbeauftragten (makgb) waren ihrer Einladung gefolgt. Die Beauftragten für Gleichstellung an verschiedensten Institutionen von Bund, Land und Kommunen nutzen zwei Mal im Jahr die Gelegenheit, sich auszutauschen und aktuelle Themen der Gleichstellung zu diskutieren. Zum ersten Mal fand die Tagung des Arbeitskreises auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg statt; teil nahmen u.a. die Gleichstellungsbeauftragten des Goetheinstituts, der Deutschen Bundesbank und der LMU München. Das Thema der Tagung lautete: „Fairness by Face to Face – Mediation als Instrument der Gleichstellung“. Die Privatdozentin und Mediatorin Dr. Elke Schwinger aus München stellte den Teilnehmerinnen Mediation als geeignetes Mittel zur Konfliktlösung auch im Themenkreis der Gleichstellung vor. Sie appellierte dafür, in Unternehmen und Institutionen eine "konstruktive Streitkultur" aufzubauen: Konflikte sollen nicht totgeschwiegen, sondern mit geeigneten Methoden wie der Mediation angesprochen und bewältigt werden. Um Gleichstellung von Männern und Frauen zu erreichen, ist ihrer Meinung nach das Zusammenspiel dreier Komponenten entscheidend: Gender Mainstreaming, die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten sowie als dritte Säule die Anwendung von Mediation. Für die Universität der Bundeswehr München nannte Dr. Böhm drei Gleichstellungsziele: Chancengleichheit, Familiengerechtigkeit und Frauenförderung. Dass man in vielerlei Hinsicht auf einem guten Wege sei, betonte Dr. Stefanie Seidel, Leitende Direktorin der Universitätsbibliothek und von 1994-1999 erste Frauenbeauftragte der Universität. Sie berichtete über die schwere Pionierarbeit in den ersten Jahren. Mittlerweile sei das Amt etabliert und anerkannt. Allerdings gebe es immer noch eine Schieflage hinsichtlich des Frauenanteils an der Universität: Je höher qualifiziert und dotiert ein Job, desto niedriger ist die Frauenquote. Den Gleichstellungsbeauftragten machte sie Mut für den nach wie vor mühsamen Kampf gegen Widerstände und Verkrustungen in Institutionen: "Mit Idealismus und Furchtlosigkeit lässt sich viel erreichen!"


 

Erhalt und Sanierung von Kanalnetzen

6. Juli 2006: Gemeinsames Seminar der Universität der Bundeswehr München und der Technischen Universität München

In die öffentlichen Kanalnetze wurden in den letzten Generationen Milliarden Euro investiert, um das Abwasser gesammelt Abwasserreinigungsanlagen zuzuführen. Diese Investitionen müssen für die nächsten Generationen erhalten werden, um die Umwelt zu schützen und die Funktion der Anlagen auch künftig sicher zu stellen. Daher sind Kenntnisse über Instandhaltungsmaßnahmen der Kanalnetze erforderlich, die den Substanzwert mit effizientem Mitteleinsatz erhalten. Dieses zum ersten Mal von Prof. Wolfgang Günthert von der Universität der Bundeswehr München und Prof. Harald Horn von der Technischen Universität München gemeinsam veranstaltete Seminar soll Praktikern, Planern und Anlagenbetreibern helfen, die neuen Technologien zur Kanalsanierung richtig einzuschätzen und anzuwenden. 130 Fachleute haben ihr Kommen angesagt, 15 Aussteller werden Technologien und Anwendungen vorstellen.

Programmablauf 

 

Termine
6. Seminar Wasserversorgung mit Fachausstellung 16.09.2014 09:00 - 17:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 36, 0221
Symposium "40 Jahre Erstflug TORNADO" 22.10.2014 10:30 - 19:00 — UniCasino der Universität der Bundeswehr München
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
Kommende Termine…