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Obama

Community Organizing and the Obama Campaign

30.03.2009: Gastvortrag über den US-Präsidentschaftswahlkampf im Rahmen des Seminars „Politische Partizipation“

Goede KohoutDer Wissenschaftsjournalist Wolfgang Goede (im Bild links) berichtete im Rahmen des Seminars „Politische Partizipation“ von Priv.-Doz. Dr. Franz Kohout (rechts), Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften, über den jüngsten amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Goede, der selbst in den 70er Jahren vier Jahre als Community Organizer in den USA gearbeitet hatte, stellte insbesondere eine Verbindungslinie zwischen den Organisationselementen einer partizipatorischen Gemeinwesensarbeit und einer Wahlkampfstrategie, wie sie die Obama-Kampagne benutzte, her. Präsident Barack Obama arbeitete selbst als Community Organizer in Chicago, bevor er an die Harvard Law School ging.

Machtfaktor der sozial Benachteiligten
 

Community Organizing bedeutet im Wesentlichen – im Hinblick auf soziale Brennpunkte –, die betroffenen Bürger zur Selbsthilfe zu organisieren. Dazu müssen viele persönliche Gespräche geführt werden, das Selbstbewusstsein von Benachteiligten gestärkt und viele Menschen zu politischem Handeln angeleitet werden. Je mehr Bürger sich engagieren, desto machtvoller lassen sich deren Interessen durchsetzen. Die pure Anzahl der Partizipierenden ist ja oft auch der einzige Machtfaktor der sozial Benachteiligten. Die Erfolge können sich sehen lassen – nicht umsonst gibt es in den USA Hunderte von Community Organizations.

Methoden des Community Organizing im US-Wahlkampf

Nach Goede, der 10 Tage lang in Seattle an der Obama-Kampagne mitgearbeitet hatte, wurden genau die erprobten Instrumente des Community Organizing im Wahlkampf angewendet: Anrufe bei unzähligen registrierten Wählern, persönliche Gespräche an der Haustür und das Organisieren von house meetings und Nachbarschaftstreffs – Überzeugungsarbeit an der Basis eben. Selbstverständlich spielte auch das Internet eine wichtige Rolle. Über Millionen von E-Mails können noch mehr Menschen erreicht werden. Aber ohne ein grundlegendes Graswurzelverständnis von Politik würden die elektronischen Medien nicht viel helfen. Natürlich spielte das Charisma und die frischen Ideen Obamas eine wichtige Rolle. Entscheidend war aber, dass es Obama gelang, normale Menschen zu ermutigen, dass er sie als politische Akteure ernst nahm und dass er vielen Menschen politisches Selbstvertrauen und Hoffnung auf Besserung geben konnte. Dazu passen natürlich die so erfolgreichen Schlagwörter des Wahlkampfes: „Change“ und „Yes we can“, zentrale Begriffe des Community Organizing, die Barack Obama sich so erfolgreich zu Nutze machte.

Zur Seite von PD Dr. Franz Kohout

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