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Klaeden Koenig Masala

Eine neue Ära der amerikanischen Diplomatie?


 

09.02.2009: Podiumsdiskussion der Professur für Internationale Politik im Audimax

KlaedenKoenigMasala240x140.jpgSelten war ein neuer US-Präsident mit so vielen Erwartungen in seine Amtszeit gestartet. Doch wie viel Wende und Neuerung bedeutet diese Präsidentschaft wirklich? Wird sich die Außen- und Sicherheitspolitik im transatlantischen Raum substantiell verändern? Über diese Frage diskutierte am 5. Februar Prof. Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München (im Bild rechts), mit Eckart von Klaeden, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (links), und John M. Koenig, Gesandter der Botschaft der USA in Deutschland (Mitte).

Neuer Außenpolitik-Stil

„Ja, es sind aufregende Zeiten in den USA“, bekannte Koenig. Für ihn beginnt „eine neue Ära der amerikanischen Diplomatie“. Er betonte die Schritte, die Obama gleich zu Beginn seiner Amtszeit eingeleitet hat und die einen neuen Außenpolitik-Stil erkennen lassen, etwa die Schließung des Gefangenenlagers in Guantanamo binnen eines Jahres. „Der Kampf gegen Terror wird andauern. Aber er muss auf eine Art und Weise geführt werden, der unseren Werten und Idealen entspricht“, betonte der Amerikaner Koenig.

Kontinuität trotz Regierungswechsel

Eckart von Klaeden stimmte seinem Diskussionspartner zu, dass ein Regierungswechsel immer die Chance zu einem Neuanfang bietet. Er dämpfte jedoch die Erwartungen derer, die einen völlig neuen Kurs in der US-Außenpolitik erwarten. Es werde auch viel Kontinuität geben, so von Klaeden. Als Beispiel nannte er die Personalie Bob Gates: Der Verteidigungsminister, der unter Bush im Amt war, bleibt Verteidigungsminister in der Obama-Regierung. Ein Kurswechsel ist hier nicht zu erwarten. Die größte Chance des Regierungswechsels liegt für Eckart von Klaeden darin, dass Staaten wie Russland oder Iran jetzt die Möglichkeit haben, eine „gesichtswahrende Repositionierung“ ihrer Außenpolitik und speziell ihres Verhältnisses zu den USA vorzunehmen.

Deutsch-Amerikanische Beziehungen unter Obama und Merkel

Auf das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland sieht der Bundestagsabgeordnete in Bezug auf Afghanistan neue Herausforderungen zukommen. „Deutschland wird mehr beitragen müssen“, diese Forderung wird die US-Regierung stellen, darin sind sich Koenig und von Klaeden einig. Die Diskussion darüber, wie dieser deutsche Beitrag aussehen soll, wird die deutsch-amerikanischen Beziehungen unter Merkel und Obama auf eine erste Probe stellen. Dann wird sich zeigen, ob sich mit der neuen Regierung nur Stimmung, Ton und Stil verbessert haben, oder ob die transatlantischen Bündnispartner auch inhaltlich künftig enger als in der Vergangenheit zusammenstehen. Für von Klaeden ist klar, dass Deutschland und Amerika künftig mehr zusammenarbeiten müssen – und von Deutschland dafür mehr Engagement, etwa in Afghanistan, erwartet wird. „Einsatz und Einfluss sind zwei Seiten derselben Medaille“, so der Außenpolitiker.

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Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 13.01.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 03.02.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
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