Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Brasilien

Brasilien in der Bibliothek

03.04.2009: Zur Eröffnung der Ausstellung „Samba, Sonne, Wasserbau“ zieht für einen Nachmittag brasilianisches Flair in den Hauptlesesaal ein

CapoeiraUm wasserbauliche Projekte, aber vor allem auch um die Vermittlung von Eindrücken aus Brasilien ging es bei der Ausstellungseröffnung am 1. April in der Bibliothek der Universität der Bundeswehr München. Partner der Monatsaustellung mit dem Titel „Samba, Sonne, Wasserbau“ ist die Professur für Hydromechanik und Wasserbau von Prof. Andreas Malcherek. Die Professur arbeitet gemeinsam mit der Universität FURG (Fundação Universidade Federal do Rio Grande) am Verbundprojekt „Nachhaltiges Umweltmanagement in brasilianischen Häfen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit. Prof. Malcherek und seine Mitarbeiter stellten das Projekt sowie ihre Exkursion nach Brasilien vor. Umrahmt wurde die Eröffnung vom Schlagzeugensemble des Luftwaffenmusikkorps I sowie einer Capoeira-Darbietung.

Als Ingenieur in Schwellenländern

Die kommissarische Leiterin der Universitätsbibliothek Dr. Maria Mann-Kallenborn lud die rund 150 Gäste ein, an diesem Nachmittag zu erleben, dass Brasilien „mehr ist als Karneval, Samba und Fußball“. Zwar erklangen zunächst Samba-Rhythmen des Schlagzeugensembles des Luftwaffenmusikkorps, doch dann ging es für die Zuhörer um ein ernsteres Thema. Wie gelingt in einem Schwellenland wie Brasilien nachhaltiges Küstenzonenmanagement? Prof. Andreas Malcherek und Bert Putzar gingen in ihren Vorträgen auf die Patos Lagune bei Rio Grande ein. Schlick belastet jedes Jahr einen großen Teil des Strandes dort; auch die Wasserstraßen versanden. Die Folgekosten, z.B. durch Pump- und Baggerarbeiten, sind hoch. Gleichzeitig ist mit dem Ausbau des Hafens Rio Grande, dem zweitgrößten Containerhafen Brasiliens, ein weiterer Eingriff in die Küstenzone geplant. Die Auswertung von Messdaten und Computersimulationen im Rahmen des Kooperationsprojekts sollen nun dazu beitragen, die auftretenden Probleme in der Lagune zu analysieren sowie die Folgen von Baumaßnahmen für die Umwelt zu prognostizieren. Dabei gehe es darum, mit den Wissenschaftlern der brasilianischen Universität „auf Augenhöhe“ zusammenzuarbeiten, so Prof. Malcherek. Auch ein Austausch von Studierenden und Promovenden findet statt.

Lebensfreude und Kampfkunst

Im Herbst 2008 reisten Mitarbeiter der Professur gemeinsam mit Studierenden der Vertiefungsrichtung „Wasserbau“ nach Brasilien. Einer der teilnehmenden Studierenden, Oberleutnant Thomas Brunner, gab einen kurzweiligen Einblick in die Höhepunkte der Reise, etwa den Besuch der Wasserfälle des Iguaçu, der Stauanlage Itaipú oder der Wasseraufbereitungsanlage für Rio de Janeiro. Vor allem aber habe ihn während der Exkursion die Lebensfreude und die aufrichtige Freundlichkeit der Brasilianer beeindruckt, berichtete der teilnehmende Student. Ohne dafür nach Brasilien reisen zu müssen erhielten auch die Bibliotheksbesucher noch einen Eindruck brasilianischen Lebensgefühls: Eine Capoeira-Gruppe, zu der auch Studierende der Universität gehören, führte zu mitreißenden Rhythmen brasilianische Kampfkunst vor.

Fotos von der Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung mit Informationen zu Wasserbauprojekten und Fotos der Exkursion von Brigitte Grundbrecher ist noch bis 15. Mai im Hauptlesesaal der Universitätsbibliothek zu sehen.
Zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek

Zur Seite der Professur für Hydromechanik und Wasserbau

Zum Blog der Brasilienexkursion 2008

Zur Seite der brasilianischen Universität FURG

 

Termine
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
5. Unternehmensforum 25.10.2014 10:00 - 16:00 — Gebäude 33, Foyer
Kommende Termine…