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Vortrag Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour referierte zum „Brennpunkt Afghanistan“

06.11.2008: Interesse am Referat Peter Scholl-Latour sprengte die Erwartungen

Scholl-Latour240x140.jpgSelten war das Auditorium Maximum so voll wie am 5. November. Anlass des großen Andranges war der Vortrag des bekannten Journalisten, Publizisten und Weltreisenden Peter Scholl-Latour. Er referierte auf Einladung des Studentischen Konvents und des Freundeskreises der Universität der Bundeswehr München e.V. zum Thema „Brennpunkt Afghanistan“. Zu Beginn seines Vortrages machte Scholl-Latour aus seiner Freude keinen Hehl, dass Barack Obama die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen hatte. Auch wenn Obama und der politische Gegner und Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain in punkto Einsatz im Irak und Afghanistan laut Scholl-Latour sehr ähnliche Standpunkte vertreten. „Es ist falsch der beiden zu glauben, der Krieg im Irak sei fast beendet und der Terror komme aus Afghanistan“, gab Scholl-Latour zu bedenken.

Zentrum der Verschwörung sei Saudi-Arabien
 

Kein einziger Afghane sei unter den internationalen Terroristen. Die Attentäter vom 9/11 in den USA auf das World Trade Center seien ausschließlich aus Saudi-Arabien gekommen. Auch die Attentäter von Madrid und London stammten nicht aus Afghanistan. Das Zentrum der Verschwörung vermutet Scholl-Latour eher in Saudi-Arabien. Zwischen Vertretern des afghanischen Präsidenten Karsai und der gemäßigten Taliban gebe es sogar Verhandlungen, etwa vor kurzen in Mekka/Saudi-Arabien. Das Problem in Afghanistan sei für den Kenner der arabischen Mentalität und Kultur aus Sicht der Afghanen vielmehr die Präsenz von ungläubigen Soldaten. „Die Anwesenheit der internationalen Friedenstruppe ISAF erschwere die humanitäre Arbeit in Afghanistan“, ist Scholl-Latour überzeugt. Die Präsenz habe an den gesellschaftlichen Verhältnissen leider nicht viel verändert. Der fließend Arabisch sprechende Scholl-Latour beobachtete, dass in vielen afghanischen Provinzen die Scharia und die Blutrache weiterhin ausgeübt werden. Er lobte das wesentlich sensiblere Agieren der deutschen Soldaten im Gegensatz zu den US-Truppen und sprach sich eindeutig gegen einen vorschnellen Abzug der ISAF-Truppe aus Afghanistan aus. Es müsse aber eine Exit-Strategie geben.

 


 

 

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