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Goetheausstellung

Goethes Faust lebendig dargestellt: Ausstellungseröffnung in der Universitäts-Bibliothek

24.11.2008: Direktorin Dr. Stefanie Seidel verabschiedet sich nach 29 Jahren mit kulturellem Höhepunkt

Bibl 240x140.jpgDie leitende Bibliotheksdirektorin Dr. Stefanie Seidel nahm das 200. Jahr seit Erscheinen  von Goethes Faust I zum Anlass, die wissenschaftlichen Ambitionen des Universalgenies unter dem Titel „Ich leuchte vor“ einem breiten Publikum näher zu bringen. Dr. Seidel schaffte es mit ihrem Gespür für Themen und ihrer Aufbereitung nicht nur das Publikum zu interessieren sondern zu begeistern. Und dies lag wiederum an den sorgfältig ausgesuchten Protagonisten. Zu Beginn las der Schauspieler Peter Fricke Faust-Szenen mit einer sprachlichen Ausdruckskraft und Emotionalität, die so das Genie und den Wahnsinn der Faust-Figur lebendig machten. Die  naturwissenschaftlichen Ambitionen Goethes veranschaulichte der Buchautor Otto Krätz, in dem er auf vergnügliche und erfrischende Art Anekdoten aus Goethes Leben erzählte und bei chemischen Experimenten helle Stichflammen aufblitzen lies. Wer sich von den Besuchern und Gästen noch ausführlicher mit dem Leben und Wirken Goethes beschäftigen wollte, konnte dies anschließend anhand zahlreicher seltener Leihgaben machen. Bei der bis zum 30. Januar 2009 dauernden Ausstellung sind beispielsweise die Goethische Lebendmaske als Abguss von 1773 und zwei Bühnenmodelle von Max Brückner zur Weimarer Faust-Inszenierung von 1897 zu sehen. Handbücher des 18. und frühen 19. Jahrhunderts entstammen der Bibliothek des Deutschen Museums und der Bayerischen Staatsbibliothek. Unterschiedlichste Faust-Illustrationen bekannter Künstler wie Emil Nolde, Max Beckmann und Salvador Dali bereichern die Exponate.

Kultureller Höhepunkt und Abschied zugleich

Für Dr. Seidel war diese Ausstellungseröffnung ein weiterer Meilenstein in der Reihe kultureller Erlebnisse in der Universitätsbibliothek. Doch dieses Mal war es anders, da es gleichzeitig auch ihr Abschied in den Ruhestand nach 29 Jahren erfolgreicher Arbeit an der Universität der Bundeswehr München war. Besonders als erste Frauenbeauftragte 1994 der Universität hat Dr. Seidel markante Spuren hinterlassen und im wahrsten Sinne des Wortes Pionierarbeit geleistet. Die Präsidentin der Universität ,Prof. Merith Niehuss, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung des Amtes der Frauenbeauftragten, das Dr. Seidel von 1994 bis 1999 ausfüllte. „Sie haben es geschafft, das Amt an der Universität zu implementieren.“ Mit überzeugenden Argumenten und Beharrlichkeit habe sie sich für das Wohl der Universität und die Sache der Frauen eingesetzt. Unter anderem erreichte Dr. Seidel in ihrer Amtszeit die Integration der Frauenbeauftragten in Berufungsverfahren, das Sitz- und Stimmrecht für die Frauenbeauftragte im Senat und die Auflage des ersten Frauenförderungsplans der Universität. Aber auch die zahlreichen Ausstellungen in der Universitätsbibliothek würdigte die Präsidentin: „Ihnen ist es gelungen Kultur an unsere Universität zu bringen und sie haben dabei immer Höhepunkte in unserem Universitätsleben geschaffen.“

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