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Eignungsdiagnostik

Auswahlverfahren für Piloten: Nur die Besten schaffen es

08.12.2008: Besuch im Flugmedizinischen Institut der Bundeswehr

Prof240x140.jpgStudierende des Schwerpunkts Personalmanagement bei Prof. Rafaela Kraus (siehe Foto) von der Fakultät für Betriebswirtschaft erlebten am 5. Dezember professionelle und höchst wissenschaftliche Eignungsdiagnostik in der Praxis. Sie besuchten die Abteilung Flugpsychologie des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Alle Anwärter für den fliegerischen Dienst in der Bundeswehr werden dort mit modernsten Verfahren getestet. Die Studierenden konnten bei der von Oberleutnant Florian Geisler organisierten Exkursion u.a. die Testverfahren für die Flugeignung von Jetpiloten kennen lernen und anschließend selbst ausprobieren.


Eine falsche Auswahlentscheidung ist im fliegerischen Dienst mit Risiken für Leib und Leben, aber auch mit enormen Kosten verbunden. So verschlingen z.B. bereits wenige Wochen Ausbildung zum Jetpiloten hunderttausende Euro. Daher werden keine Mühen gescheut, mit aufwendigen Testverfahren die am besten Geeigneten aus einer Vielzahl von Bewerbern herauszufiltern (Auswahlquote etwa 1:250). 

Hohe Anforderungen an die zukünftigen Piloten

In der Testphase II (Phase I findet an der Offizierprüfzentrale in Köln statt) wird an Computern, die mit zwei Steuerknüppeln, Pedalen und Schubleistungshebeln ausgestattet sind, die Motorik und das Koordinationsvermögen von Augen, Händen und Füßen, die Mehrfachbelastbarkeit, die Motorik, die Stressresistenz, die Vigilanz, die Reaktionszeit und die Automatisierungsfähigkeit der angehenden Hubschrauber- und Flugzeugpiloten getestet.

Es folgt die Testphase III, die „fliegerische Lernprobe“ für alle Jet- und Propellerpiloten. Die Bewerber erhalten dabei umfangreiche Lernunterlagen zu Aerodynamik, Navigation, Sprechfunk und zu fliegenden Missionen. Die frisch erworbenen Kenntnisse müssen sie im Anschluss an die Lernphase sofort im Simulator unter Beweis stellen. Dabei werden nicht nur die kognitiven und körperlichen Fähigkeiten, sondern auch das Wissen und die Stressresistenz in mehreren simulierten Missionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von Psychologen bewertet. Hubschrauberpiloten-Anwärter, bei denen besonders an die motorischen Fähigkeiten erhöhte Anforderungen gestellt werden, werden an einem speziellen Simulator in Bückeburg geprüft.

Die Studierenden konnten bei dieser Exkursion nicht nur hautnah Eignungsdiagnostik erleben, sondern auch die im Studium theoretisch erfahrenen Konzepte und Methoden der psychologischen Eignungsdiagnostik anschaulich und auf professionellem Niveau erleben.


Termine
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
5. Unternehmensforum 25.10.2014 10:00 - 16:00 — Gebäude 33, Foyer
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