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Prüfstand

Power on!

08.02.2008: Einweihung des neuen Systemprüfstands für das More Electric Aircraft

Niehuss, Krammer, KittlerIm Labor der Professur für Elektrische Antriebstechnik und Aktorik wurde am 8. Februar ein neuer Prüfstand eingeweiht. Es handelt sich um einen Integrationsprüfstand, der für das Technologievorhaben „More Electric Aircraft“ genutzt werden soll. Bereits seit vier Jahren arbeitet EADS mit Prof. Dieter Gerling und dessen Team an diesem Projekt zusammen, dessen Ziel es ist, verstärkt elektronische Komponenten in Flugzeugen einzusetzen. Auftraggeber ist das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), das bislang etwa sechs Millionen Euro in die Entwicklung investiert hat.

Wichtiger Schritt
Die Präsidentin der Universität, Prof. Merith Niehuss, Dr. Johann Krammer von EADS und Horst-Günther Kittler von der BWB (im Bild v.l.n.r.) drückten den „Power on“-Knopf, um den Prüfstand in Betrieb zu nehmen. Prof. Niehuss betonte die Bedeutung des Projekts für die Universität: „Wir stehen als Universität in einer Kette mit der Bundeswehr als Auftraggeber und dem international agierenden Unternehmen EADS.“ Die Universität sei dabei „Ideengeber und ‚think tank’“. Professoren, Studierende und Doktoranden sind am Projekt beteiligt. Dr. Krammer nannte die Eröffnung des Prüfstands einen sehr wichtigen Schritt, allerdings „ein erster Schritt auf dem noch langen Weg hin zum Ziel der Serienreife“.

Effizienter und wirtschaftlicher
Mit dem Systemprüfstand können nach vier Jahren Technologieentwicklung und Einzelgeräteentwicklung nun erstmalig Untersuchungen mit realen Komponenten in Gesamtintegration durchgeführt werden. Der Prüfstand simuliert unter anderem die Flugzeugturbinen und die Luftlasten. Auch „worst case“-Szenarien könne man an diesem Prüfstand durchspielen, erklärte Prof. Gerling. Dies ist entscheidend, um in einigen Jahren mit „überschaubaren Risiken“ in die Produktion gehen zu können. 2010 soll mit der Entwicklung eines unbemannten „More Electric Aircraft“ begonnen werden. 2014 könnte es erstmals real abheben. Flugzeuge nutzen heute sowohl mechanische und pneumatische als auch elektrische Komponenten. Dies ist nicht nur hochkomplex, sondern auch ineffizient und teuer. Die Zukunft soll den elektrischen Komponenten gehören, die notwendige Energie liefert das Triebwerk. Um den erhöhten Bedarf zu decken, muss die Triebwerksarchitektur erweitert werden, unter anderem durch die Integration neuer, leistungsstarker Generatoren. Die im Rahmen des Projekts entstehende Technologie könnte sich als Standard für kleinere und unbemannte Flugzeuge durchsetzen.

Zur Seite der Professur für Elektrische Antriebstechnik und Aktorik

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