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Kirchbach

Der Freiheit dienen

18.01.2008: General a.D. von Kirchbach beim Neujahrsempfang der Hochschulgemeinden

KirchbachEinen Gast, der auf eine lange Karriere in der Bundeswehr zurückblicken kann, hat die Hochschulgemeinde der Universität der Bundeswehr München zum Neujahrsempfang 2008 geladen: General a.D. Hans-Peter von Kirchbach sprach über das Berufsbild des Soldaten in der Bundesrepublik Deutschland. Er überschrieb seinen Vortrag mit den Worten „In Freiheit dienen“ und ließ auch Erfahrungen und Anekdoten aus seinem eigenen Soldatenleben einfließen.


 

Der „Held von der Oder“

General a.D. von Kirchbach, geboren 1941, stammt aus einer Offizierfamilie. 1960 trat er als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr ein und schlug dann die Offizierlaufbahn ein. Als Kommandeur übernahm er hohe und höchste Verwendungen, stieg bis zum Generalinspekteur auf. Bekannt wurde von Kirchbach als „Held von der Oder“. Er führte erfolgreich den Einsatz von 30.000 Soldaten zur Bekämpfung des Jahrhunderthochwassers der Oder im Juli und August 1997. Auf den Einsatz der Bundeswehr im Innern angesprochen vertritt er auch heute die These, dass „im Falle einer Bedrohung“ der Staat alle seine vorhandenen Mittel einsetzen darf. „Das betrifft nicht jede denkbare Situation. Doch wenn der Staat in Not ist oder wenn Mittel benötigt werden, die nur die Bundeswehr hat, dann muss auch ein Einsatz im Innern möglich sein“, so von Kirchbach.

Standhaftigkeit und Würde

In seinem Vortrag richtete er sich vor allem an die Studierenden unter den Gästen – und damit an den Offiziernachwuchs der Bundeswehr. Er bekräftigte, dass sie „Soldaten der Freiheit“ seien, die dem Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde sowie dem Schutz und der Fortentwicklung der Demokratie verpflichtet sind. Dabei machte er auch deutlich, dass Freiheit „ein Geschenk ist, das verpflichtet“. Die Soldaten müssten sich ihrer Aufgabe stellen und Verantwortung übernehmen. Immer gebe es Handlungs- und Entscheidungsspielräume und in Krisensituationen gilt es, Entscheidungen zu treffen – „auch wenn es kompliziert wird.“ Er veranschaulichte seine Thesen anhand von Beispielen aus seinen eigenen Einsätzen, etwa im Kosovo oder beim Oderhochwasser, als er in Grenz- und Krisensituationen geriet. „Führen bedeutet dann auch, am Rande der Vorschriften zu handeln, wenn die Situation es verlangt“, so von Kirchbach. Er ermutigte die Studierenden, vorhandene Handlungsspielräume verantwortungsbewusst zu nutzen. „Es geht nicht allein um fachliche Qualifikation“, stellte von Kirchbach klar. „Es geht um ein Soldatenleben in Standhaftigkeit und Würde“.

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Mehr zur Biografie von General a.D. Hans-Peter von Kirchbach

 


 

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