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Innere Führung

Reform der berufsethischen Bildung

18.01.2008: Der Beirat für Fragen der Inneren Führung tagt in Neubiberg

KowitzDie Arbeitsgruppe „Ethik und Vielfalt“ des 12. Beirats für Fragen der Inneren Führung ließ sich am Institut für Theologie und Gesellschaft der Universität der Bundeswehr München über Forschung und Lehre im Fach Ethik informieren. Im Mittelpunkt des Besuchs im Januar 2008 stand dabei die Frage nach der Entfaltung und Vermittlung einer militärischen Berufsethik. Christine Kowitz (im Bild), Sprecherin der Arbeitsgruppe, wies vor dem Hintergrund des Transformationsprozesses und der Einsatzwirklichkeit der Bundeswehr auf die Dringlichkeit dieses Themas hin. Der Beirat sei hier insbesondere an den Einschätzungen und Perspektiven, aber auch an der Mitwirkung der Ethiker der Universität der Bundeswehr interessiert.

Orientierungshilfe für Soldaten

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Präsidentin der Universität, Prof. Merith Niehuss, gab Prof. Thomas Bohrmann vom Institut für Theologie und Gesellschaft einen kurzen Einblick in das Ethik-Lehrangebot im Studiengang Staats- und Sozialwissenschaften sowie im Rahmen des für Studierende aller Fakultäten obligatorischen Begleitstudiums studium plus. Sein Kollege Prof. Gottfried Küenzlen vertrat den Standpunkt, dass eine klärende Neuformulierung und Neuvergewisserung des traditionellen Leitbildes des „Staatsbürgers in Uniform“ dringend geboten sei. Eingehend wurde im Plenum über die mögliche Integration berufsethischer Bildung in die Einsatzvorbereitung diskutiert. Bereits im Herbst 2006 hatten Vertreter der 10. Panzerdivision Sigmaringen in Kooperation mit dem Institut für Theologie und Gesellschaft Elemente eines ethischen Ausbildungsprogramms erarbeitet. Herzstück dieses Programms, so Dr. Jochen Bohn, Mitarbeiter an der Professur für Evangelische Theologie, sei eine „Taschenkarte“ als kleine Orientierungshilfe für Soldaten, die sich als Grundlage für berufsethische Gespräche als hilfreich erwiesen habe.

Reformbedarf offensichtlich
 

Abschließend formulierten die Theologen und Ethiker der Universität der Bundeswehr München Folgerungen und Forderungen für eine Reform der berufsethischen Bildung in den Streitkräften. Zugleich skizzierten sie die Rolle, die der Universität im Rahmen einer Neukonzeption zukommen könne. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Ethik und Vielfalt“ des Beirats für Fragen der Inneren Führung brachten Sie die Überzeugung zum Ausdruck, dass der Reformbedarf offensichtlich sei. Christine Kowitz zeigte sich dankbar für die in Neubiberg gewonnenen Erkenntnisse und verabschiedete sich mit der Zusage, das Thema „militärische Berufsethik“ nachdrücklich in den Gesamtbeirat einbringen zu wollen.

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