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Genf

Brennpunkt der internationalen Diplomatie

07.01.2008: Studienfahrt zu internationalen Organisationen in Genf

Khan beim Roten KreuzUnter der Leitung von Prof. Daniel-Erasmus Khan (im Bild) und Prof. Carlo Masala unternahm das Institut für Internationale Politik und Völkerrecht im Dezember 2007 eine Studienfahrt nach Genf. Als Abschluss des interdisziplinären Seminars "Recht und Krieg" lernten die 38 teilnehmenden Studierenden an einem Brennpunkt der internationalen Konferenzdiplomatie Politik und Völkerrecht in der praktischen Anwendung kennen. Die theoretischen Inhalte wurden in einem Blockseminar im Vorfeld der Studienfahrt durch Kurzreferate und Diskussionsrunden vermittelt. Zwei Richter am Bundesverwaltungsgericht, Prof. Ulrich Widmaier und Dr. Dieter Deiseroth, sowie PD Dr. Bardo Fassbender begleiteten die Exkursion. Der Deutsche Bundeswehrverband sponserte ein gemeinsames Abendessen.

Die Arbeit der UNO und des IKRK
 

Zwei Tage waren der Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der UNO gewidmet. Nach hochrangiger Begrüßung durch IKRK-Direktor Dr. Philip Spoerri erläuterten Experten unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit bei der Einführung von internationalen Rechts- und Politikstandards in Krisengebieten. Besonders beeindruckend waren persönliche Berichte: So erzählte IKRK-Mitarbeiter Marcus Dolder von seinen Erfahrungen in Ruanda und dem Sudan. Einhelliges Fazit nach dieser Begegnung mit der Praxis: Gemeinsames politisches Handeln auf der Grundlage völkerrechtlicher Standards leistet einen wichtigen Beitrag zur Konfliktbefriedung. Eine aufregendes Erlebnis für die Seminarteilnehmer war schließlich das Beobachten des Konferenzgeschehens im europäischen UNO-Hauptquartier, in dem Tausende von Diplomaten aus über 190 Staaten arbeiten.

Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik

Am Geneva Center for Security Policy (GCSP) wurden die Studierenden von dem ehemaligen Leiter Studentenbereich der Universität der Bundeswehr München, Oberst Karl-Heinz Rambke, begrüßt. Er führte die Teilnehmer in die Arbeit der GCSP ein. Die anschließende Diskussion beschäftigte sich mit der Anwendung militärischer Macht zu Beginn des 21. Jahrhunderts sowie über Abrüstungsmöglichkeiten unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Kernwaffendebatte im Iran.

Vom Völkerrecht zur Teilchenphysik
 

Am Rande der Studienfahrt stand auch der Besuch bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) auf dem Programm. Der Physiker Dr. Klaus Bätzner erklärte den Teilnehmern die Welt der Elementarteilchen und Quantenmechanik. Die Besichtigung des Teilchenbeschleunigers (LHC) war ein unvergessliches Erlebnis. Fast unvorstellbar ist es, mit wie viel Aufwand und Technik die Wissenschaftler am CERN sich auf die Suche nach den kleinsten Teilchen machen und sich damit immer mehr dem Ursprung des Universums annähern. In dem mit 27 km Umfang längsten Teilchenbeschleuniger der Welt werden die Teilchen auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und danach zur Kollision gebracht. So können die Wissenschaftler die Eigenschaften der Teilchen erforschen.

Olympisches Museum in Lausanne
 

Am letzten Tag der Studienfahrt besuchten die Teilnehmer das Olympische Museum in Lausanne. Mit schönem Blick auf die Alpen liegt das Museum auf einem Berg direkt am Genfer See. Im Museum bekamen die Besucher eine 3-D Vorführung über die Geschichte der Olympischen Spiele zu sehen und konnten sich danach selbst einen Überblick über die gesamte Historie der Olympiaden inklusive seltener Ausstellungsstücke verschaffen.

Fotos von der Studienfahrt

Zur Seite des Instituts für Internationale Politik und Völkerrecht