Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Energiesparmesse

Großes Interesse am Klimafenster

20.03.2008: Professur für Sensorik und Mess-Systeme auf der Energiesparmesse Wels vertreten

EnergiesparmesseIndustrie, Privatleute – und die Politik waren interessiert am Exponat, das die Professur für Sensorik und Mess-Systeme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität der Bundeswehr München auf der Energiesparmesse Wels im März 2008 präsentierte: Prof. Christian Kargel erklärte etwa dem bayerischen Umweltminister Dr. Otmar Bernhard und Josef Pühringer, Landeshauptmann von Oberösterreich (im Bild v.l.n.r.), das automatische Klimafenster mit CO2-Sensor, das an seiner Professur entwickelt wurde.

Effiziente und sparsame Lüftung

Die Energiesparmesse Wels ist eine der besucherstärksten Messen für energieoptimiertes Bauen und Sanieren, Erneuerbare Energien, Heizen und Wasser-Sanitär in Europa. Als Vertreter der Universität der Bundeswehr München war die Professur für Sensorik und Mess-Systeme am Messestand der Initiative „Bayern Innovativ“ beteiligt. Zeitgleich mit der Energiesparmesse wurde auch in diesem Jahr wieder der internationale Kongress "World Sustainable Energy Days 2008" in Wels abgehalten, der über 1000 Teilnehmer aus 61 Ländern anlockte. Energieeffizienz spielt in der Forschung von Prof. Kargel und seinem Team eine große Rolle. Der Einsatz von intelligenter Sensorik und Messtechnik bildet meist die Basis für energiesparende Lösungen in der Automatisierungstechnik. Auf dem Kongress und der Messe in Wels präsentierten die Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München ihr Forschungsprojekt „Griffintegriertes und nachrüstbares System zur automatischen Raumlüftung mit Kippfenstern“. Die Kernstücke dieses Systems sind ein an der Universität entwickelter, kostengünstiger CO2-Sensor geringer Größe und ein spezieller elektromechanischer Antrieb. Der CO2-Sensor ist zusammen mit einem Feuchte- und einem Temperatursensor, einem digitalen Regler sowie dem Antrieb im Fenstergriff integriert. Dadurch ist eine besonders kostengünstige Nachrüstung möglich. Steigt der CO2-Gehalt im Innenraum über den empfohlenen Grenzwert an, wird das Fenster automatisch gekippt, jedoch ohne unbehagliche Schwankungen der Raumlufttemperatur zu erzeugen. Wie die Forscher anhand von Messungen in ihrem „Smart Home“ am Campus der Universität nachweisen konnten, sorgt diese Lüftungsstrategie auch für eine Einsparung von Heizenergie. So bleibt die Luft für die Bewohner angenehm, gleichzeitig wird mit Lüftung und Heizung effizient und sparsam umgegangen.

Bald in Serienproduktion
 

Die Messe richtete sich an ein Fachpublikum, war aber an drei Tagen auch für die Allgemeinheit geöffnet. Über 100.000 Besucher zählte die Energiesparmesse Wels an den Publikumstagen. Und die Privatleute waren stark interessiert am innovativen Klimafenster – einige hätten es am liebsten gleich mit nach Hause genommen. Noch ist dies nicht möglich. Im Vorfeld und während der Messe haben aber bereits mehrere Firmen Interesse signalisiert. Die Entwicklung der Universität soll in Kooperation mit einem Unternehmen bald in Serienproduktion gehen, so Prof. Kargel.

Zur Seite der Professur für Sensorik und Mess-Systeme

Zur Seite von Bayern Innovativ

Zur Seite der Energiesparmesse Wels

 

Termine
5. Unternehmensforum 25.10.2014 10:00 - 16:00 — Gebäude 33, Foyer
Kommende Termine…