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Aubach

Universelle Lösung für Hochwasser bei Bächen und Kanälen

14.08.2007: Das Institut für Wasserwesen macht den Aubach in Deggendorf hochwassersicher

KulischBei starkem Regen entwickelt der ansonsten friedlich vor sich hin plätschernde Aubach in Deggendorf zu einem reißenden Bach, der über die Ufer tritt und Keller und Grundstücke überschwemmt. Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf hat deshalb das Institut für Wasserwesen der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen an der Universität der Bundeswehr München beauftragt, die genauen Ursachen für das schnelle Volllaufen des Kanals zu erforschen. Die Wissenschaftler kamen der Problematik schnell auf die Spur und arbeiten nun daran, den Aubach künftig hochwassersicher zu machen.

Luft verstopft den Kanal
Der Aubach war ursprünglich ein Wildbach, wurde aber kanalisiert. Kritisch ist die Wassereinlaufstelle zum Druckkanal. Laborleiter Dr. Helmut Kulisch und seine Mitarbeiter inspizierten den Kanal vor Ort und bauten anhand von Bauzeichnungen und Fotos im Labor der Universität ein originalgetreues Modell im Maßstab von 1:8. Nach mehreren Strömungssimulationen und intensiven Untersuchungen mit moderner Messtechnik stand das Ergebnis und die Ursache für das schnelle Volllaufen des Kanals fest: Die bisherige Konstruktion ermöglicht keinen Luftaustritt und somit keine Entlüftung des Druckkanals. Dies hat zur Folge, dass die angestauten Luftmassen den Kanal im Bereich von Tunnelröhren verstopfen und somit seine Wasseraufnahme-Kapazität reduzieren. Die Lösung ist simpel und doch wirkungsvoll: „Wir installieren am Einlaufbauwerk eine so genannte Schütztafel. Diese Tafel ragt mit dem oberen Teil ein ganzes Stück aus dem Wasser. Das sich aufstauende Wasser wird gezwungen, sich seinen Weg unter der Tafel hindurch zu suchen. Richtig montiert in der Höhe, kann damit der Scheitel des Druckkanals entlüftet werden“, erklärt Kulisch.

Umsetzung des Verfahrens 2008
Das zunächst am Modell erfolgreich eingesetzte Verfahren soll nun auch am realen Aubach-Kanal installiert werden. In diesem Jahr nehmen die Forscher Messungen vor, 2008 wird die Schütztafel eingesetzt. Laut Kulisch sei die Installation einer Schütztafel eine universelle Lösung gegen das Hochwasser in Bächen und Kanälen. Erfolgreich bewährt hat sich dieses Verfahren bereits bei einer ähnlichen vom Institut für Wasserwesen untersuchten Hochwasserproblematik des Griesen- und Eckersbachs in Obernzell bei Passau.

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