Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

US-Wirtschaft

Deutliche Marktunterschiede zwischen Deutschland und den USA
 

21.06.2007: Studierende der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften diskutieren mit Experten

US2Wie funktioniert der Markteintritt deutscher Unternehmen in den USA, was gibt es zu beachten? Und welche Probleme haben US-Unternehmen, wenn sie in Deutschland Fuß fassen wollen? Um diese und ähnliche Fragen ging es bei einer Podiumsdiskussion, zu der das Institut für Internationales Management der Universität der Bundeswehr München geladen hatte. Professor Hans A. Wüthrich und Studierende der Vertiefungsrichtung „Internationales Management“ diskutierten mit der Leiterin der Handelsabteilung im US-Generalkonsulat in München, Isabella Cascarano, und dem Unternehmer Dr. Karl Leutschaft.

„US-Unternehmen tun sich oftmals etwas schwer beim Eintritt in den deutschen Markt“, erklärte Cascarano in ihrem Eingangsstatement. Dies liege vor allem an der Unkenntnis über die Marktbedingungen. Vor allem das deutsche Arbeitsrecht und die Vielzahl an Regularien seien für US-Manager ungewohnt. Als Beispiele nannte sie den deutschen Kündigungs- und Mutterschutz, den stärkeren Einfluss der Gewerkschaften, aber auch die deutlich unterschiedliche Relation zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Von Seiten der Behörden seien Genehmigungsverfahren in Deutschland wesentlich komplizierter und zeitaufwändiger als in den USA.

US-Markt bewegt sich schneller als der deutsche
Diese Erfahrung bestätigte Dr. Leutschaft, Absolvent des Studiengangs Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr München, der in den USA ein Unternehmen gegründet hat: „Eine Unternehmensgründung dauert in Deutschland nicht selten drei Monate, in den USA hatte ich innerhalb von drei Tagen alles abgeschlossen.“ Gemeinsam mit einem Vertriebspartner will Leutschaft ökologische Produkte wie Waschmittel und Modeartikel auf dem US-Markt etablieren. „Das Umweltbewusstsein in den USA hinkt dem in Deutschland teilweise rund 15 Jahre hinterher. Doch es ist ein Trend und eine Bewusstseinsänderung spürbar.“ Besonders aufgefallen ist ihm die Marktstruktur in den USA. „Der Markt ist wesentlich differenzierter und inhomogener, als wir in Deutschland glauben. Zwischen den einzelnen Bundesstaaten bestehen teilweise große Unterschiede.“

Laut Cascarano und Leutschaft sind Marktforschung, Kontakte und Partner im jeweiligen Land entscheidend für einen erfolgreichen Unternehmensstart. Beide Märkte würden große Chancen für Unternehmen bieten. Umsichtiges Vorgehen ist hier wie dort entscheidend.
 

Termine
6. Seminar Wasserversorgung mit Fachausstellung 16.09.2014 09:00 - 17:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 36, 0221
Symposium "40 Jahre Erstflug TORNADO" 22.10.2014 10:30 - 19:00 — UniCasino der Universität der Bundeswehr München
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
Kommende Termine…