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Living Labs

Innovation durch Living Labs

 

25.06.2007: Professor Katzy vom Institut CeTIM lädt zur Diskussion über Living Labs

Prof Katzy2Vertreter der europäischen „Living Labs“ trafen sich auf Einladung des An-Instituts CeTIM („Center for Technology and Innovation Management“) der Universität der Bundeswehr München am 20. und 21. Juni in Neubiberg. Im Fokus des zweitägigen Workshops stand der Erfahrungsaustausch: Wissenschaftler und Praktiker präsentierten verschiedene Ansätze und Forschungsmethoden in Bezug auf Living Labs und zeigten mögliche Anwendungen auf. Als Gast des Veranstalters Prof. Bernhard Katzy (im Bild links) nahmen unter anderem Olavi Luotonen, innerhalb der Europäischen Kommission zuständig für „Information Society and Media“ sowie Veli-Pekka Niitamo, Forschungsdirektor von Nokia, am Workshop teil. Dass zwei Finnen zu den Teilnehmern gehörten, ist kein Zufall. Finnland ist innerhalb Europas führend, was Innovationspolitik und das Vorantreiben von Living Labs anbelangt. Die finnische Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2006 stand unter dem Motto „Innovation, Innovation, Innovation“. Eines ihrer Ziele: Ein Netzwerk europäischer „Living Labs“ einzurichten. Dies gelang im November 2006. Mit zu den ersten Mitgliedern des ENoLL (European Network of Living Labs) gehört das Living Lab von Prof. Katzy an der Universität der Bundeswehr München. Insgesamt sind europaweit mittlerweile 19 Living Labs in das Netzwerk eingebunden, im Herbst sollen weitere Aufnahmen folgen. Sieben EU-Forschungsprojekte im Zusammenhang mit Living Labs wurden bereits auf den Weg gebracht. Olavi Luotonen von der EU-Kommission hob jedoch hervor, dass die Entwicklung in Bezug auf Living Labs ein „interaktiver Prozess“ sein muss und niemals allein von der Politik getrieben oder gesteuert werden kann.

Offenheit und Innovation
Eines der Ziele des europäischen Netzwerks ENoLL ist es, Living Labs als „offene Einrichtungen für Innovation“ zu etablieren. Veli-Pekka Niitamo stellte am Beispiel Nokia dar, wie es aussehen kann, wenn eine Firma sich öffnet und beginnt, Wissen von außen zu nutzen, um die eigenen Produkte zu verbessern. Nokia verfolgt diesen Weg seit etwa zwei Jahren. Die finnische Firma betreibt eine offene Plattform für Softwareentwicklung und lässt die Nutzer mitreden und mitentwickeln. Bisher seien in Unternehmen nur Vermutungen über die Bedürfnisse des Nutzers angestellt worden, jetzt beeinflusst „die Community“ direkt die Produktentwicklung, stellt Niitamo den Fortschritt heraus. Nokia wolle nicht mehr ein „Kunden zentriertes“, sondern ein „von Kunden getriebenes“ Unternehmen sein. Offenen innovativen Forschungsgemeinschaften gehört seiner Meinung nach die Zukunft, denn „sie sind einfach schneller und besser“, so Niitamo.

Studienpreis Security
Im Rahmen des zweitägigen Workshops hielt auch Oberleutnant Nico Hannemann, Student der Universität, einen Vortrag über „Experimenting and learning integrated nation building“. Hannemann erhielt außerdem den von CeTIM und der Firma IABG ausgeschriebenen „Studienpreis Security 2007“. Der Geschäftsführer der IABG, Thomas Dittler, überreichte den mit 1.000 Euro dotierten Preis.
 

Termine
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 13.01.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 03.02.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 07.04.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
Kolloquium: Konstruktiver Ingenieurbau 05.05.2015 18:00 - 19:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 61 (Casino)
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