Adventskalender zum Erklettern
Wer beim diesjährigen Weihnachts-Bouldercup der Klettergruppe der Universität der Bundeswehr München ein Türchen im Adventkalender aufmachen wollte, musste in einem Balance-Akt gut drei Meter einer Wand erklimmen – ohne Griffe. Unter zur Hilfenahme der Außenwände und kleiner Erhebungen für die Füße konnte man sich zur wohlverdienten Schokolade vorarbeiten: Die Türchen waren schnell geleert, denn die kletterfröhlichen Teilnehmer von intern und extern ließen kaum eine Route ungeklettert zurück.
Schiedsrichter mit Weihnachtsmützen
Stets unter der Aufsicht der Schiedsrichter der Seilschaft 61° mit Weihnachtsmützen stellten Studierende, externe Freunde der Universität, Wissenschaftliche Mitarbeiter und sogar Professoren mit großem Spaß ihr Kletterkönnen unter Beweis. Über 30 Sportkletterer meldeten sich zum diesjährigen Bouldercup an. Ganz im Geiste von Weihnachten ging es sportlich und fair zu: Die Teilnehmer halfen sich gegenseitig mit Ansagen, wo der nächste gute Griff oder Tritt ist. Und wenn ein Kletterer besonders kämpfte, wurde er durch Zurufe und Applaus kräftig angefeuert.
Schwere Routen erklettert
In 22 Bouldern gab es die Möglichkeit, Kletterkönnen und Durchhaltevermögen zu erproben und natürlich Punkte zu sammeln. Durch die offene Wertung konnten alle Teilnehmer die vier Stunden Zeit zum Probieren und Lösen aller Routen voll ausnutzen – solange die Kraft reichte. Eingeteilt in die Kategorien Anfänger und Fortgeschrittene konnten die Kletterer zwischen grünen (leichten), gelben (mittleren), blauen (schweren) und roten (eigentlich nicht machbaren) Routen wählen. Doch einige Könner knackten selbst die roten Routen. Besonders spektakulär war ein sogenannter Luftboulder: Mit etwa fünf Meter Anlauf musste auf zwei große Tritte an der Wand gesprungen werden, um mit den Händen ein großes Volumen in vier Metern Höhe zu erreichen, an dem man sich festhalten und hängen bleiben musste.
Ehrung für Anfänger und Fortgeschrittene
Insgesamt konnten 220 Punkte erreicht werden. Die meisten Punkte erhielt man für ein erfolgreiches Durchklettern einer Route beim Erstversuch – einen „Flash“. Den ersten Platz bei den Anfängern belegte Andreas Wenzel, bei den Fortgeschrittenen war es Manuel Fechner mit 207 Punkten. Während der Siegerehrung ehrte der „Boulderlaus“ jeweils die ersten drei Plätze der beiden Leistungsgruppen mit Kletterutensilien und Kletter-DVDs.
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