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„Mädchen machen Technik“ startet mit Biosignalen

10.08.2012: Auch in diesem Jahr heißt es während der Sommerferien an der Universität der Bundeswehr München wieder: „Mädchen machen Technik“. Im Rahmen des Projekts erleben 10- bis 16-jährige Schülerinnen Naturwissenschaft und Technik hautnah.
 „Mädchen machen Technik“ startet mit Biosignalen

Die Schülerinnen entdecken ihre Muskeln

Kann man Muskeln hören?

Dr.-Ing. Gerhard Staude vom Institut für Informationstechnik (EIT3) zeigt den teilnehmenden Mädchen während des dreitägigen Kurses „Biosignale – Fenster zu unserem Körper“, welche Bedeutung körpereigene „elektrische Ströme“ in der biomedizinischen Technik haben. Bevor es in die Praxis geht, informiert Dr. Staude in seiner Präsentation darüber was Biosignale sind, wie man sie messen kann und auch auswertet. Danach lässt er die Mädchen selbst Elektroden auf die Unterarme kleben um ihre Muskeln belauschen zu können. Gespannt verfolgen sie über Kopfhörer die Geräusche bei Anspannung der Muskeln. Als dazu noch Drucksensoren hinzukommen, die messen wie kräftig die Mädchen zudrücken können, entwickelt sich schnell ein Wettkampf, wer die Stärkste der Schülerinnen ist.

Das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften

Dipl.-Sportwiss. Miriam Ködderitzsch-Frank, selbst Absolventin an der Universität der Bundeswehr München, führt in ihrem jetzigen Berufsleben die Leistungsdiagnostik für Bundeswehrpiloten am Flugmedizinischen Institut in Fürstenfeldbruck durch. Heute hat sie sich extra Zeit genommen um mit den Schülerinnen einige Übungen zur Bewegungskoordination auszuprobieren. Sie appelliert an die Mädchen, wie wichtig es ist die mentalen und physischen Fähigkeiten als junger Mensch zu trainieren, da das Lernpotential in diesem Alter mit am höchsten ist. Unter freiem Himmel versuchen die Mädchen hochkonzentriert bestimmte Bewegungsabfolgen nachzuahmen, bei denen sich Arme und Beine im verschiedenen Takt bewegen. Im Anschluss wird der Schwierigkeitsgrad nochmals erhöht und die Schülerinnen erfahren wie schwer es für Ungeübte ist zwei Dinge gleichzeitig zu tun.

En garde!

Zum Ausklang des Tages steht noch ein Highlight auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen dürfen sich am weltweit einzigartigen Fechtsimulator versuchen. Den Mädchen wird erklärt wie die Sensoren des Simulators funktionieren und wie man diese einsetzt um die Schwächen der Fechter zu erkennen. Zur Auflockerung können sie nun selbst den Degen schwingen und herausfinden wer die schnellste Reaktionszeit und höchste Treffergenauigkeit hat. Nicht nur die Mädchen sind begeistert, sondern auch Dr. Staude und seine Kollegen, die das Projekt unterstützen, berichten davon, dass es ihnen viel Freude bereitet, die jungen Schülerinnen an diese spannenden Bereiche der Wissenschaft heranzuführen.

Mehr als nur ein Ferienprogramm

„Mädchen machen Technik“ ist ein Ferienprogramm der Münchener Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Initiiert wurde das Programm 1998 durch die Technische Universität München. Seitdem werden jährlich während der Sommerferien verschiedene Kurse der Einrichtungen angeboten um das Selbstvertrauen der Mädchen im Umgang mit Naturwissenschaft und Technik zu stärken. Die Universität der Bundeswehr München führt in diesem Jahr weitere fünf Veranstaltungen im Rahmen des Ferienprogramms durch. So können die Teilnehmerinnen lernen, wie man aus Beton, Holz oder Papier Brücken baut, erfahren, warum ein Flugzeug fliegt, wie man Sonne „tankt“, was „Silizium“ mit unserem Computer zu tun hat und gemeinsam einen Handy-Anhänger löten.

Termine
Dies Academicus 24.10.2014 10:00 - 13:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33, Audimax
5. Unternehmensforum 25.10.2014 10:00 - 16:00 — Gebäude 33, Foyer
Kommende Termine…