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Bolognaprozess

Information zur Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses

Die deutsche Hochschullandschaft befindet sich in einer Phase einschneidender Reformen und Umstrukturierungen, die unter dem Begriff des Bologna-Prozesses zusammengefasst werden. Nach einem ersten Treffen der Bildungsminister aus Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland im Mai 1998 in Paris (Sorbonne-Erklärung) beschlossen im Jahr 1999 Vertreter aus nunmehr 29 europäischen Staaten in Bologna, bis zum Jahr 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Zu diesem Zweck wurde ein Katalog von Zielen verabschiedet:

  • Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse, auch durch die Einführung eines Zeugniszusatzes (Diploma Supplement)
  • Einführung eines Studiengangssystems, das sich auf zwei Hauptzyklen stützt (undergraduate/graduate), wobei der erste Zyklus mindestens drei Jahre und der zweite mindestens ein Jahr dauert
  • Einführung eines Leistungspunktesystems (European Credit Point Transfer and Accumulation System, kurz ECTS) und der Modularisierung
  • Förderung der Mobilität der Studierenden durch Abbau bestehender Hemmnisse im europäischen Hochschulraum
  • Einführung von Qualitätssicherungssystemen von Studiengängen
  • Erhöhung der Attraktivität des europäischen Hochschulraums

Auf Folgekonferenzen wurden diese Ziele erweitert:

  • Ausbau der lebenslangen Weiterbildung (Prag 2001)
  • Umsetzung der Bachelor-/Master-Struktur und des Leistungspunktesystems (Berlin 2003)
  • Erschließung der Promotion als dritten Zyklus (Bergen 2005)
  • Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen (London 2007).

Deutschland hat sich von Beginn an zu den Zielen von Bologna bekannt. Vorgaben und Empfehlungen der Kultusministerkonferenz schaffen den Rahmen für die Studienreform an deutschen Hochschulen. Hiernach sind alle Studiengänge auf das zweistufige Studiengangssystem umzustellen, zu modularisieren, mit einem ECTS-Leistungspunktesystem zu unterlegen und einem Qualitätssicherungsverfahren (Akkreditierung) zu unterziehen.

Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz:

Download > Ländergemeinsame Strukturvorgaben

Stand: Februar 2010