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Richtziel

  • Richtziele

Vertiefte Kenntnisse mess- und regeltechnischer, verfahrenstechnischer, chemischer, kernphysikalischer sowie ökologischer und toxikologischer Zusammenhänge.
Fähigkeit zur Beurteilung, Auslegung und konstruktiven Durchdringung von Anlagen der Umwelttechnik allgemein, insbesondere solcher zur Beseitigung von Abfällen, Entstaubung und Reinigung von Industrieabgasen, Schallschutzanlagen, von Anlagen zur Abwasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung.
Kenntnis der Planungs-, Entwicklungs-, Erprobungs-, Betriebs- und Einsatzgrundsätze für diese Anlagen.
Befähigung zum Messen, Bearbeiten und Abwehren als Fachkraft für Immisionsschutz, Abfall, Gewässerschutz, Strahlenschutz und Arbeitsschutz und zur Leitung von Überwachungs- und Kontrollorganen.

 

  • Vorlesungen

Chemie

Inhalte
 
  • Mikroskopische Erscheinungsformen der Materie
  • Atomare und molekulare Struktur der Materie
  • Beziehungen zwischen Struktur und Eigenschaften der Stoffe
  • Verlauf chemischer Reaktionen
  • Chemische Reaktionstypen
  • Chemisches Gleichgewicht/ Grundlagen der Elektrochemie


Ziele

  • Fähigkeit zur Anwendung chemischen Grundlagenwissens auf wichtige chemisch-technische Probleme
  • Einblick in die chemische Anwendungstechnik
  • Chemische Technologien des Wassers und der Luft (Aufbereitung, Reinhaltung);    elektrochemische Vorgänge; stromliefernde chemische Vorgänge; Erdöl, Brenn- und Schmierstoffe; Lösungsmittel
 
Studienschwerpunkt Umwelttechnik (UT)
 
Umweltrecht

Kenntnis von Begriff und Gegenstand des Umweltrechtes auf nationaler, internationaler und supranationaler Basis, von Grundzügen des gerichtlichen Rechtsschutzes.
Rechtliche Grundlagen für die Raumordnung, Landesplanung, Landschaftspflege, Naturschutz mit den Schwerpunkten Wasser, Luft und Abfall. Im Bereich Wasser werden angesprochen: Wasserhaushalt, Grundwasser, oberirdische Gewässer, insbesondere Wasserhaushaltsgesetz und Abwasserabgabegesetz sowie die rechtlichen Bestimmungen betreffend die Küstengewässer, hohe See, sowie internationale Abkommen. Im Bereich Luft werden behandelt: Luftreinhaltung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft und die Störfall-Verordnung. Beim Strahlenschutz sind das Atomgesetz und die Strahlenschutz-Verordnung relevant. Im Bereich Abfallbeseitigung sind das Gesetz über Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Altöl-Verordnung zu beachten. Fallstudien und ausgewählte Beispiele aus der Rechtsprechung.

 
Betriebliche Verfahrenstechnik (Dr. Wanninger)

Kenntnis über die wichtigsten industriellen Produktions- und Fertigungsverfahren aus den Bereichen der Stahl- und Eisenerzeugung, Petrochemischen Industrie, Chemischen Industrie, Maschinen- und Fahrzeugbaus.
Grundlagen der Produktion/ Fertigung anhand von Fließschemata, Verfahrensgrundlagen, Konzeption und verfahrenstechnische Auslegung einer Anlage, Kosten, Risiken, Verwertung von Produktionsabfällen (Entsorgungsproblematik) und notwendige Sicherheits- und Umweltmaßnahmen, insbesondere emissions- und immissionsrechtlicher Art. Besichtigung ausgewählter Anlagen.

 
Ökologie (Dr. Zitzelsberger)

Kenntnis der Grundbegriffe, relevant für die praktischen Belange des Umweltingenieurs.
Gliederung von Ökosystemen, Nahrungsketten, Stoffkreisläufe und Energieflüsse in natürlichen terrestrischen und aquatischen Ökosystemen. Anthropogene Einflüsse auf Ökosysteme, insbesondere durch Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Industrie und Energiewirtschaft.

 
Gewässerschutz

Kenntnis der Nutzung und Belastung der Gewässer sowie des Gewässerschutzes unter Beachtung wichtiger Rechtsgrundlagen.
Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Abwasserabgabengesetz und Katalog wassergefährdender Stoffe. Nutzung und Belastung der Gewässer, Besprechung ausgewählter und kritischer Emissionen. Abwasserbeseitigung: Abwasserreinigungsanlagen mit mechanischer und biologischer Stufe, Stickstoff- und Phosphor-Elimination, Behandlung der Abwasserschlämme. Spezielle Verfahren zur Abwasserreinigung werden vorgestellt, besonders zur Behandlung von häufig auftretenden Industrieabwässern mit hoher organischer Verschmutzung: Abwässer aus Papier- und Zellstoffwerken und die Industrieabwässser mit hoher anorganischer Verschmutzung:
Abwässer aus Galvanikbetrieben, Färbereien, Kohlewaschwasser. Wege zur Entlastung des Abwassers durch Verbesserung der Produktionstechnik, Einsparung und Recycling, Überwachung und Kontrolle durch die Wasser- und Abwasseranalytik.

 
Luftreinhaltung

Kenntnis von Entstehung und Ausmaß der Luftverunreinigung sowie der wichtigsten gesetzgeberischen und technischen Maßnahmen zur Luftreinhaltung.
Bundesimmissionschutzgesetz (BImSchG) und Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), Emissionsquellen und emittierte Mengen, Charakterisierung der primären Schadstoffe, photo-chemische Reaktionen und Bildung sekundärer Schadstoffe, Smog-Situation und Abbaureaktionen in der Atmosphäre. Wirkungen verunreinigter Luft global, auf Pflanzen, Menschen und Tiere, Metallkorrosion und Korrosionsschäden an Bauwerken. Methoden zur Abluftreinigung wie Abscheidung von Stäuben, Aerosolen in Massenkraft-Abscheidern, Filtern, elektrischen Abscheidern und Naßabscheidern. Beseitigung gasförmiger Verbindungen: großtechnische Rauchgas-Entschwefelung, Rauchgas-Entstickung, Abgasreinigung bei Motoren. Luftüberwachung: Luftreinhaltepläne, Ausbreitungsrechnung nach der TA Luft; Durchführung der Emissions- und Immissionsüberwachung mit Vorstellung der notwendigen Meßtechnik anhand ausgewählter Beispiele.

 
Strömungsmaschinen (Prof. Dr.-Ing. Meyer)

Vertiefung der Kenntnisse über Aufbau, Funktionsweise und Einsatz hydraulischer und thermischer Strömungsmaschinen.
Behandlung der wichtigsten Bauformen für inkompressible und kompressible Medien: Pumpen, Wasserturbinen, Dampfturbinen, Verdichter, Gasturbinen, Windturbinen. Ermittlung des generellen Bertriebsverhaltens von Strömungsmaschinen (Kennlinie, Kennfeld, Regelungskonzepte) und Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander. Kavitation. Möglichkeiten der Reduzierung von Lärm und Schadstoffemission. Fortschrittliche Brennkammerkonzepte für Gasturbinenanlagen.

 
Abfallwirtschaft

Kenntnis von Entstehung, Sammlung und Beseitigung von Abfällen, insbesondere der wichtigsten gesetzgeberischen und technischen Maßnahmen zur Entsorgung.
Abfallkatalog (TA Abfall), Gesetz über Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG), sowie weitere Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Art, Menge und Zusammensetzung der Abfälle. Wesentliche Abfallsorten und Art, Menge und Zusammensetzung der Abfälle. Wesentliche Abfallsorten und Sonderabfälle. Sammlung und Transport von Abfallstoffen, Analytik und Verhalten der Müllinhaltsstoffe unter besonderer Berücksichtigung der organischen Substanz.
Abfallbeseitigung: Deponietechnik, neue Technologien, Müllverbrennung, Müllpyrolyse, Behandlung und Beseitigung von Sondermüll, Wiederverwertung von Abfallstoffen. Kosten der Müll- und Abfallbeseitigung. Altlastenprobleme, Sanierung von Deponien.

 
Ionisierende Strahlung (Prof. Dr. Uhlmann)

Kenntnis der physikalischen Grundlagen der ionisierenden Strahlung und der wichtigsten gesetzgeberischen und technischen Maßnahmen zum Schutz von Leben und Gesundheit vor den schädlichen Wirkungen ionisierender Strahlung.
Atomgesetz und Strahlenschutzverordnung, Arten ionisierender Strahlung, radioaktive Nuklide, Wechselwirkung ionisierender Strahlung mit Materie, Dosisberechnung, ergänzt durch eine Besprechung der Verfahren und Geräte zur Strahlenmeßtechnik, Anwendung von Radionukliden in Industrie und Medizin, Strahlenschutz durch Abstandhalten und Abschirmung, Arbeiten im Strahlenfeld von Maschinen, Umgang mit offenen Strahlenquellen, Dekontamination von Arbeitsgeräten, Behandlung radioaktiver Abfälle und Verhalten bei Strahlenunfällen. Praktische Übungen.

 
Akustik und Schallschutz

Fähigkeit mit Hilfe der Gesetze der Akustik und dem Wissen über die Zusammenhänge zwischen Schallentstehung und Lärmeinwirkung die Probleme des konstruktiven Schallschutzes zu lösen.
Umwelteinwirkungen durch Lärm mit ihren Gefahren für die Gesundheit. Grundlagen und Begriffe der Technischen Akustik, Wahrnehmungen von Schall, Ohr als Schallempfänger, Hörfläche, Bewertung von Schallereignissen, Schallanalysen, Systematik der Schallausbreitung sowie der Schallschutzmaßnahmen. Gesetzliche Vorschriften und Normen. Praktische Vorführungen zur Schallmeßtechnik. Typische Beispiele der Lärmminderungpraxis mit Angabe der Pegelminderung.