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Rosetta

 

Rosetta

Die Raumsonde Rosetta wurde am 2. März 2004 um 8:17 Uhr MEZ erfolgreich von Kourou in Französisch-Guyana an Bord einer Ariane 5 zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko gestartet.

Die Rosetta-Mission ist einer von drei Bausteinen (Cornerstones) des  wissenschaftlichen Programms Horizon 2000 der ESA. Ziel dieser Mission ist das Erreichen des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko sowie das Absetzen eines Landers auf dessen Oberfläche; sie soll Aufschluß über die Entstehung des Sonnensystems geben. Kometen sind die einzigen Himmelskörper, die wahrscheinlich noch aus ursprünglicher Materie bestehen. Im Einzelnen erhofft man Informationen über die chemische Zusammensetzung des Urnebels ableiten zu können.

Die vorgesehenen Experimente, zu denen auch das Radio Science Investigation (RSI) - Experiment zählt, haben folgende Zielsetzungen:

  • Bestimmung der dynamischen Eigenschaften, der Masse, der Trägheitsmomente, der Oberflächenmorphologie und der chemischen Zusammensetzung eines Kometenkerns
  • Bestimmung der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung flüchtiger und hitzebeständiger Bestandteile des Kometenkerns
  • Erforschung der kometaren Aktivität und der damit verbundenen physikalischen Prozesse in der Oberfläche des Kernes sowie der Gas-Staub-Wechselwirkung in der inneren Koma
  • Globale Charakterisierung von Asteroiden, Bestimmung ihrer dynamischen Eigenschaften, ihrer Oberflächenmorphologie und der chemischen Zusammensetzung

 

RSI - Radio-Science im Rahmen der Mission

Mit dem Radio-Science-Experiment untersucht Dr. Andert am Institut in Kooperation mit internationalen Forschungspartnern wichtige physikalische Fragestellungen der Kometenforschung:

  1. Das Gravitationsfeld des Kometen:
    Untersuchungen über Masse- und Dichteverteilungen des Kometen.
  2. Die Gas- und Staubhülle des Kometen:
    Bestimmung des Plasmainhalts sowie des Massestromes aus Gas- und Staubteilchen (Größe im Bereich mm bis dm).
  3. Die Oberfläche des Kometen:
    Informationen über Größe und Form des Kometen sowie über die Rauhigkeit und Dielektrizitätskonstante der Oberfläche.

 

Weitere Informationen und Quellen

Rosetta