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Jupiter-Ganymed-Orbiter

Jupiter-Ganymed-Orbiter

Der Jupiter-Ganymed-Orbiter

Der JGO entsteht im Rahmen der EJSM (Europa Jupiter System Mission). Diese Mission besteht aus zwei eigenständigen Projekten, nämlich dem JGO von der ESA und dem JEO (Jupiter-Europa-Orbiter) von der NASA.
Der voraussichtliche Starttermin liegt im Jahr 2020. Bis die Sonde im Jahr 2026 im Jupitersystem eintrifft, wird sie knapp 6 Jahre unterwegs gewesen sein.
Auf diesem Weg wird sie einmal die Venus und zweimal die Erde passieren, um mittels eines „Gravity-Assist-Manövers“ Geschwindigkeit für den weiten Weg (Jupiter ist 5,2-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde) zu gewinnen.
Nach Ankunft 2026 wird die Sonde etwa 2 Jahre lang eine Jupitersystem-Tour absolvieren, ehe sie im letzten Teil der Mission 9 Monate in einem Orbit um den Jupitermond Ganymed kreist, um diesen genau zu untersuchen.
Am Ende der Mission steht im Februar 2029 der Einschlag der Sonde auf Ganymed.

 

Die Ziele der EJSM und des Jupiter Ganymed-Orbiters

Allgemein hat EJSM das Ziel, das Jupitersystem besser zu erforschen. Untersucht werden sollen so u.a. die zahlreichen Satelliten Jupiters (bis jetzt 63 Monde), die Magnetosphäre, die Jupiterringe und die Atmosphäre des Gasriesen. Im Zentrum des Interesses stehen allerdings hauptsächlich die vier Galileischen Monde.
Hauptziel der Gesamtmission ist es herauszufinden, ob im Jupitersystem grundsätzlich Leben möglich ist. Der aussichtsreichste Kandidat im Sonnensystem ist hierfür der zweite der Galileischen Monde, Europa, der unter einer Eisschicht einen Ozean aus Wasser besitzen könnte und von JEO genauestens untersucht werden soll. Aber auch auf Ganymed könnte Leben möglich sein.
Um zu wissen, ob sich die Monde als Lebensraum eignen, ist es notwendig, genaueres über ihre Beschaffenheit  zu wissen. Daher will man mehr über den inneren Aufbau, die Ozeane, die Oberflächen, den Wärmehaushalt, die chemische Zusammensetzung, die Atmosphären, die Geologie und den Magnetismus dieser Monde herausfinden. Hierfür befinden sich auf den Sonden 10 bzw. 11 Meßsysteme (u.a. zur Radiosondierung, Kameras, diverse Spektrometer, Magnetometer).

Die Strahlungsanalyse der Mission wird an unserem Institut durchgeführt werden. Nähere Informationen gibt es hier oder bei Dipl.-Phys. Wolfgang Mai.

Weiterführende Links:

 

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