MEDUSA

Medusa

Militärische Szenarien beinhalten vermehrt Konflikte in urbanen Umgebungen. Diese Umgebung birgt jedoch spezifische Gefahren für Soldaten, da dichte Bebauung und große Menschenansammlungen Schutz für irreguläre Kräfte bieten. Eine Möglichkeit in Zukunft diesen Gefahren zu begegnen, soll im MEDUSA-Projekt der EDA (European Defence Agency), an welchem auch das Institut für Flugsysteme der UniBw München beteiligt ist, aufgezeigt werden.

 

 

 

Das Projekt MEDUSA hat zum Ziel ein intelligentes Sensornetzwerk zu entwickeln. Dieses soll dem Soldaten ein Lagebild liefern, das ihm hilft frühzeitig Gefahren zu erkennen und entsprechend zu handeln. Im Ad-hoc Sensornetzwerk sollen fest installierte SMART-Sensoren und periphere mobile Sensorknoten miteinander kommunizieren. Der Ausfall eines Knotens soll durch geeignete Rekonfiguration des Sensornetzwerkes oder durch Einsatz der mobilen Plattformen - Infanteristen der Zukunft, UGVs, UAVs - überbrückt werden.
 
 
 
 
Die gelieferten Sensordaten sollen fusioniert und aufbereitet werden, um dasLagebild für Soldat und übergeordnete Führung zu vervollständigen. Der Einsatz räumlich verteilter, multimodaler Sensoren trägt zusätzlich zur Steigerung der Robustheit und Anpassungsfähigkeit des Sensornetzwerkes bei.
 
 

 

 

Das Institut für Flugsysteme (Professur für Luftfahrttechnik) trägt hierbei mit einer fliegenden Sensorplattform (airborne sensor plattform) als peripherer Sensorknoten zum MEDUSA-Projekt bei. Einerseits sollen Luft- und Entfernungsbilder ins Netzwerk eingespeist werden. Andererseits sollen die Sensoren (EO-Kameras + LIDAR) ziel-, situations- und plattformoptimiert eingesetzt werden.
 
Forschungsschwerpunkte liegen hierbei auf einem intelligenten Sensordaten-Management - Datenspeicherung und Datenübertragung ins MEDUSA Netzwerk - und der Generierung von Sensorplänen. Sensorpläne sind hierbei räumlich und zeitliche Beschreibungen, wann welches Sensorsystem, wo, wie und wozu eingesetzt werden soll.