virtuelles Labor
Virtuelles Labor
Allgemeine Beschreibung
Die VR-Einrichtung ist eine relativ neue Forschungseinrichtung des Instituts für Arbeitswissenschaft. Solche virtuelle räumliche Anordnungen, sogenannte "Virtuelle Realitäten", werden sowohl in der Grundlagenforschung, als auch in der angewandten Forschung als nützliche Werkzeuge heute verstärkt eingesetzt. Im Gegensatz zur Realität können Einzelheiten und Erscheinungsbild von virtuellen Realitäten systematisch variiert werden, was für Forschungszwecke essentiell ist. Bekannte Anwendungen sind Flug- und Fahrsimulatoren.Die VR-Einrichtung des Instituts für Arbeitswissenschaft wird derzeit hauptsächlich zur Untersuchung des menschlichen Navigations- und Orientierungsverhaltensein genutzt.
Versuchspersonen können sich mit der VR-Einrichtunh durch computergenerierte Stadtlandschaften bewegen wie auf einem Spaziergang durch eine reale Stadt. Verhaltensänderungen durch systematische Variationen der virtuellen Stadtlandschaft erlauben Einblicke in die Natur der menschlichen Navigation. Die Wirkung von Landmarken, Navigationshilfen, Wegmarkierungen und Trainingsverfahren kann gezielt untersucht werden.
Eine Reihe von Drittmittelprojekten konnte mit Hilfe dieser Einrichtung inzwischen eingeworben werden:
- DFG Schwerpunktprogramm: „Raumkognition“ (PD Dr. Popp)
- DFG Sonderforschungsbereich 453: „Wirklichkeitsnahe Telepräsenz und Teleaktion“ (Prof. Färber, PD Dr. Popp)
- BASt Projekt: „Gestaltung von Wechselwegweisern an Autobahnen“ (Prof. Färber).
Technische Realisation
Die Technik der VR-Einrichtung wurde zum Teil gekauft und zum Teil selber entwickelt und realisiert. Sie wird permanent in Eigenarbeit durch Mitarbeiter des Instituts und Studenten aktualisiert und ergänzt. Die gesamte VR-Einrichtung befindet sich abgeschlossen in einer neu gebauten, von innen mattschwarz gestrichenen Halle.Der Vision Dome
Wesentlicher Bestandteil der VR-Einrichtung ist der Vision Dome. Der Vision Dome dient zur visuellen Darstellung computergenerierter, komplexer, extrem detailreicher und interaktiver räumlicher Anordnungen. Der Beobachter steht dabei in der Mitte der Projektion, das Bild füllt sein Gesichtsfeld (nach allen Seiten 180°) völlig aus. Der räumliche Tiefeneindruck und der Bewegungseindruck im Raum durch das "visual flow field" in der Peripherie des Gesichtsfeldes sind sehr realitätsnah.Technische Details des Vision Dome.
Das Laufband
Die Versuchspersonen bewegen sich in der Virtuellen Realität derzeit noch mit einer gewöhnlichen Computermaus. Um das Realitätsgefühl erheblich zu steigern, wurde im Jahr 2001 die Entwicklung einer Vorrichtung zum Gehen auf der Stelle in dem Projektionsdom beschlossen.Die Entwicklung befindet sich derzeit in einem fortgeschrittenem Stadium und die Integration der Vorrichtung zum Gehen auf der Stelle in die VR-Einrichtung ist in Arbeit.
Technische Details der Vorrichtung zum Gehen auf der Stelle.


