hakaSYS
hakaSYS - Ein automatisches System zur Aufnahme von Hauptkanal-verläufen
Förderung: JT-Elektronik und bluemetric
Laufzeit: Januar 2011 bis vorrausichtlich Dezember 2012
Projektbeschreibung: Hauptkanäle sind öffentliche Kanäle und sammeln das Abwasser der Hausanschlüsse. Sie sind meist in unterschiedlichen Profilweisen, wie beispielsweise dem Ei- oder Maulprofil gebaut. Die räumliche Dimension der Hauptkanäle reicht von wenigen Dezimetern bis zu mehreren Metern, wobei Hauptkanäle mit einem Durchmesser von größer 0,8 Meter als begehbar gelten. Alle kleineren Hauptkanäle müssen mit Hilfe einer Video-Dokumentation inspiziert werden.
Im Laufe des Projekts "geoASYS" hat sich herausgestellt, dass die Annahme eines geradlinigen Verlaufs der Hauptkanäle häufig nicht erfüllt wird. In Städten wie beispielsweise Frankfurt oder Wuppertal treten auch häufig gekrümmte Hauptkanalverläufe auf.

Abb. 1: Zwei Beispiele für gekrümmte Hauptkanalverläufe
Aus diesen Gründen musste entschieden werden, wie das Messkonzept von geoASYS an die neuen Gegebenheiten angepasst werden kann. Die Lösung war ein von geoASYS unabhängiges und eigenständiges Sys-tem zur Aufnahme von Hauptkanalverläufen.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Systems welches folgende Hauptaufgaben erfüllen soll:
- Die hochgenaue Erfassung der Geometrie von Hauptkanalverläufen bis zu Längen von 100 Metern bei einer Toleranz von einem Dezimeter. Die gewonnen Geometrien der Leitungsverläufe können dann direkt in den Messprozess von geo-ASYS integriert werden.
- Des Weiteren soll zukünftig die Möglichkeit bestehen mit dem System die Anschlussstutzen der Hausanschlüsse hochgenau einmessen zu können. Die Genauigkeit der Lage der Anschlussstutzen hat direkten Einfluss auf die Genauigkeit des Gesamtergebnisses von geoASYS.
Die Umsetzung der genannten Ziele soll mit Hilfe eines neuen fiberoptischen-einachsigen Kreisels und sogenannten Profilern, in Kombination mit der bestehenden Sensorik von geoASYS erfolgen. Speziell für den Einsatzzweck entwickelte und angepasste Algorithmen übernehmen die Verarbeitung und Auswertung der Sensordaten.

Abb. 2: Versuchsaufbau für Genauigkeitstest von Inertialsensoren
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geodäsie (Prof. Heister) der UniBw München durchgeführt. Die Entwicklung erfolgt mit Unterstützung der Firma JT-Elektronik und in Zusammenarbeit mit der Firma bluemetric.
Ansprechpartner: Philipp Striegl


